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  • Februar 16, 2019, 06:53:17

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Autor Thema: Open Pipe Ceremonies/offene Pfeifenzeremonien -Infos (2015):  (Gelesen 1678 mal)

Boudicca

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Da nachgefragt wurde, hier ein paar Infos zu den Open Pipe Ceremonies/offenen Pfeifenzeremonien:

Bei den Pipe Ceremonies geht es um die Pipe Ceremonies der Cherokee-Natives (Cherokee gibt es in Nordamerika).
Tim, der Veranstalter, ist ein Nachfahre dieser und ist aus Ohio. Er und seine Frau Hermilin machen einmal im Monat eine offene Pfeifenzeremonie.

Ich habe die Aufgabe übernommen hier Termine einzutragen und eventuelle Fragen zu beantworten.

Am besten ist es sicherlich einmal zu einer Pipe Ceremony zu kommen, denn jede Pfeifenzeremonie ist anders.
Das beginnt schon damit, dass nicht immer die gleichen Leute kommen, es meist eine bestimmte Thematik (die oft mit der Natur und den Jahreszeiten zusammenhängt) gibt.

Hier noch ein paar Infos:

Was kann man sich unter einer "Pfeifenzeremonie" vorstellen?
Einmal im Monat treffen sich die TeilnehmerInnen, meist an einem Samstag, es wird praktisch ein Abend zusammen verbracht.
Es geht nie "nur" um das gemeinsame Rauchen der indianischen Pfeife (Native American Pipe), sondern auch um das Zusammentreffen, das Austauschen, und darum die innere Ruhe zu finden, seine Gebete, Wünsche, ein Danke und die inneren/äußeren Bedürfnisse der heiligen Pfeife und dem "Creator" - dem "Great Mystery" - dem "Universum" (wenn man es so formulieren möchte) anzuvertrauen.
Meist ergibt sich ein Thema, welches dann gemeinsam besprochen wird und welches dann direkt auch für die Zeremonie mit der Pfeife wichtig ist. Was den Menschen beschäftigt, das ist auch für die Pfeife wichtig. In der Mitte des Kreises wirst du immer einen kleinen "Altar" finden, auf dem Gegenstände gelegt werden können, die von den Pfeifen gesegnet werden sollen.
Niemand "muss" die Pfeife rauchen, um die Segnungen zu empfangen, aber man kann.

Wenn man kommen möchte -
Es gibt einige Dinge, welche man aus Respekt vor der heiligen Pfeife und auch dem eigenen Selbst gegenüber beachten soll.
Dazu gehört z.B. keinen Alkohol oder andere psychoaktive Substanzen in den 24h vor und nach einer Zeremonie zu konsumieren. Das ist wichtig, damit die "medicine" der Pfeife auch richtig in einem arbeiten kann und es nicht zu einer Vermischung von unterschiedlicher Medizin ("mixing medicines") kommt.
Das soll nicht heißen, dass diese anderen Substanzen "schlecht" oder "böse" sind - nein - sie haben nur einfach keinen Platz in den traditionellen Zeremonien der indigenen Völker Nordamerikas. Jene Substanzen sollen selbstverständlicherweise auch niemals in die Nähe einer Pfeife gebracht werden und in guter Distanz zu dem Ort sein, an dem die Zeremonie stattfinden wird - denn die Heiligkeit des Ortes und der Zeremonie soll gewahrt werden.

Geben und Nehmen -
Weiters ist es so, dass wenn man zur Zeremonie kommt und die Pfeife um etwas bitten möchte, dass auch etwas dafür gegeben werden soll. Man gibt etwas von sich um auch etwas erhalten zu können (eine Antwort, eine Segnung-) - es soll die Balance des Gebens und Nehmens gewahrt werden.

Frauen auf der Moontime -
Die Pfeifenzeremonie ist immer für alle offen. Frauen, welche gerade auf der "moontime" sind - also die Periode haben - tragen zu dieser Zeit ganz besonders starke Energie in sich. Diese Energie ist so stark, dass es für jene Frauen eine eigene Pfeife bei unseren Zeremonien gibt - eine "Grandmother Moonpipe". Daher die Bitte, dass alle Frauen, welche ihre Periode haben, vor der Zeremonie (meist wird kurz vorher auch noch gefragt) Bescheid geben. Dies ist vor allem für alle anderen anwesenden "Pipes" wichtig.

Nach der Zeremonie -
Nach der Zeremonie sitzen immer die TeilnehmerInnen zusammen und mitgebrachtes Essen und Trinken wird miteinander geteilt. Das heißt, wer kommen möchte, denke bitte auch daran und bringe z.B. ein fertig gekochtes Gericht, Säfte oder Aufstriche und Brot oder Kuchen mit. Die TeilnehmerInnen essen, plaudern, teilen und, es werden auch Fragen beantwortet während sie gemeinsam etwas zu sich nehmen um sich, den Geist und Körper wieder auf die "Realität" einzustellen.
Die TeilnehmerInnen der Pfeifenzeremonie werden um einen kleinen Beitrag zur Seminarraummiete gebeten.

Wer ist Changing Man?
Changing Man (Tim) ist ein "mixed-blood" Cherokee Indianer. Schon als kleiner Junge bekam er vieles "besonders von seinem Großvater" vermittelt. Durch die Jahre hindurch haben ihn viele Lehrer, von unterschiedlichen Nationen, begleitet. Für jeden, der ein Stück des Weges mit ihm geht oder gegangen ist, ist er dankbar. Changing Man ist auch Vortragender, Geschichtenerzähler (traditional Cherokee), Pfeifenschnitzer und spielt die "Native American Flute".
Wenn jemand einen Wunsch nach einer spezifischen Zeremonie hat, bitte einfach z.B. hier auf den Feuerkreisen posten oder zu einer offenen Pfeifenzeremonie kommen.
Es gibt auch eine Facebook-Seite - diese heisst "Good medicine" - https://www.facebook.com/goodmedicine.or.at?fref=ts
Es gibt auch eine neue Homepage: http://www.goodmedicine.or.at/

Das sind jetzt einmal die wichtigsten Infos - das mit keinen Alkohol trinken oder andere Substanzen zu sich nehmen, ist sehr wichtig. Ich weiß von ein, zwei Leuten die dies nicht befolgt haben und dann Schwierigkeiten in ihrem Leben bekommen haben - es hat sich dann wieder gelegt, aber mensch muss das ja nicht herausfordern. Es ist eben nicht immer gut "Medizin" zu vermischen.
Wenn ma kommen will, muss man nicht unbedingt gleich etwas für die Pfeife mitbringen, etwas Kleines zum Essen für die Leute genügt auch und eben eine Spende - 5-10 Euro (wer will natürlich mehr). Wobei weißer Salbei zum Räuchern und Reinigen ist immer sehr willkommen.

Zur Zeremonie noch:
Diese wird nicht genau um 18:00 Uhr begonnen, sondern zuerst wird meist geplaudert, manche erzählen etwas für sie Wichtiges und dann geräuchert um sich und den Ort zu reinigen.
Ähnlich wie bei anderen Ritualen werden Wesenheiten, Spirits gebeten zu kommen - es gibt 7 verschiedene Richtungen: 4 Himmelrichtungen, oben und unten und einmal zum Herzen.
Der Tabak wird dazu immer in die jeweilige Richtung gehalten und dann in die Pfeife gegeben. Einmal wird er in die Runde gehalten und dann kann jeder seine Gebete, Sorgen, Bitten aussprechen (laut oder leise auch für sich) und dieser Tabak wird ebenfalls in die Pfeife gegeben.
Der Rauch, der durch die Pfeife in den Himmel, ins Universum kommt und auch die Gebete und Bitten enhält, wird vom Creator/die/der alles geschaffen hat (Gott/Göttin) gehört.
Dann macht die Pfeife die Runde - wer will kann sie rauchen, wer nicht möchte, wird angetippt bzw. dem wird die Pfeife ans Herz gehalten.
Meist singen wir danach noch etwas oder es wird getrommelt/gerasselt.

Zur Erfüllung der Bitten und Gebete - es passiert auch, dass diese erhört werden :)  - bei mir nach der letzten Zeremonie ca. 1,5 Tage später.
Wichtig ist es daher auf die Träume nach der Pipe Ceremony zu achten - so an die 1- 3 Nächte danach. Denn diese können einem sehr viel sagen oder gar eine Lösung bzw. Antworten auf Fragen beeinhalten.

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn der eine oder die andere zu einer offenen Pfeifenzeremonie kommt und Tim und Hermilin freuen sich über jeden Menschen, der zu einer Zeremonie kommt. :)
Übrigens, auch Kinder sind willkommen - Tim und Hermilin haben drei, wobei diese nicht immer alle da sind.

Ich hoffe, es ist jetzt möglich, sich ein wenig ein Bild zu machen, aber wie gesagt, am besten kommst du/kommt man/frau einmal vorbei. ;)

Alles Liebe,
Boudicca :sonne:
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »


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