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Autor Thema: Der Eso-Thread  (Gelesen 30055 mal)

Eldkatten

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #15 am: Oktober 15, 2010, 10:38:58 »
Hallo Baldur,

deine Annahme geht von dem Mythos - einem gerne gehegten, zugegeben - aus, dass "die" Wissenschaft vor "esoterischen" Phänomenen die Augen verschliesst, sie ignoriert, totschweigt, was auch immer, gleichzeitig aber Unsummen an Geld, Matierial, Zeitaufwand und Forschungsleistung einsetzt - andere sagen: verschwendet - , um winzige Details des wissenschaftlichen Weltmodells zu klären.
Dahingegen werden Grenzphänomene wie Telepathie, Geistererscheinungen, Homöopathie (zähle ich jetzt mal wegen des ungeklärten Wirkmechanismus des sogenannten Placebo-Effektes dazu) und ähnliches sehr wohl untersucht. Es würde völlig der menschlichen Natur widersprechen, wäre es anders. Wissenschaftler/innen sind Menschen. Menschen sind neugierig. Es ginge mit den Kobolden zu, wenn es unter Wissenschaftler/innen nicht immer wieder welche gäbe, die an Grenzphänomene methodisch sauber herangingen (und da schliesse ich Emoto und Konsorten ausdrücklich aus, denn das ist keine methodisch saubere Arbeitsweise). "Wir" wollen's auch wissen. Und es ist nicht so, dass bei solchen Untersuchen nicht Ergebnisse herauskämen, die durchaus dazu führen, dass Erscheinungen, die bis dahin als Einbildung und "esoterisch" galten, als nachgewiesen anerkannt und in der Folge auch besser verstanden werden. Kugelblitze zum Beispiel. Sie galten noch bis vor 10 oder 20 Jahre als dem Märchenreich zugehörig, inzwischen kann man etwas im Labor erzeugen, das zumindest dem in freier Wildbahn berichteten Kugelblitz äusserst ähnlich ist.
Bei vielen anderen Untersuchungen ist aber eben nichts herausgekommen, will sagen, das behauptete "Phänomen" konnte noch nicht einmal sicher nachgewiesen werden, oder entpuppte sich als Wahrnehmungstäuschung (geradezu exemplarisch im Umfeld der "aussersinnlichen Wahrnehmung"). Wie ich immer noch nicht müde werde zu erklären, muss ein Phänomen nach wissenschaftlich sauberer Vorgehensweise zunächst nachgewiesen oder sicher beobachtet werden, dann beschrieben, um schliesslich den Versuch zu unternehmen, es in einer Form zu erklären, die im Einklang mit anderen gesicherten Erkenntnissen steht.
Die Esoterik (im guten Sinne gebraucht) fordert von der Wissenschaft, esoterische Phänomene "anzuerkennen" - und im wissenschaftlichen Umfeld bedeutet das: nachweisen, beschreiben, erklären - , und wirft ihr vor, nicht ausreichend Initiative zu entwickeln. Der Vorwurf stimmt aber nicht, es sind massenhaft solche vermeintlichen Phänomene untersucht worden und das geschieht immer noch, eben als erster Schritt - Nachweis - zu einer "Anerkennung" im wissenschaftlichen Sinne. Diese Nachweis-Versuche sind immer wieder und in grosser Zahl gescheitert - "da ist nichts". Lässt sich aber nun die Esoterik dazu herab, diesen gescheiterten Nachweis "anzuerkennen"? Mitnichten. Stattdessen wird unterstellt, die Wissenschaft habe nicht gut genug gesucht (oder nicht genügend Resourcen verwendet), oder sei von vorneherein vorurteilbehaftet an die Sache heran gegangen (wobei die eigenen Voruteile tunlichst unterschlagen werden). Ist es unter solchen Voraussetzungen unverständlich, dass wenige Wissenschaftler/innen sich inzwischen die Mühe machen, sich neue esoterisch behauptete Phänomene (die alten sind ja schon zum grossen Teil hinlänglich untersucht) vorzunehmen, weil das Ergebnis, sofern es nicht den Erwartungen der Esoteriker entspricht, ohnehin nicht zur Kenntnis genommen, schlecht gemacht und beschimpft wird?

Ein wichtiger Teil des Problems in der Kommunikation zwischen esoterisch-spirituellem (man nagle mich bitte nicht auf diese Worte fest, ihr wisst, was gemeint ist) und wissenschaftlichem Weltbild ist nicht mangelndes Interesse und ungenügende Forschung auf seiten der Wissenschaft, sondern fehlender Respekt vor den Ergebnissen auf seiten der Esoterik, und die nicht vorhandene Bereitschaft, unliebsame Erkenntnisse anzunehmen.

Wissenschaft ist, wenn man in einem dunklen Zimmer mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht.
Philosophie ist, wenn man in einem dunklen Zimmer mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die nicht da ist.
Theologie ist, wenn man in einem dunklen Zimmer mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die nicht da ist, und plötzlich ruft: "Ich hab sie!".

Und dem möchte ich hinzufügen:
Esoterik ist, wenn man mit Wissenschaftlern, Philosophen und Theologen vor einem dunklen Zimmer steht, in dem sich keine schwarze Katze befindet, und sagt: "Wenn ihr mich ganz lieb bittet, verrate ich euch ihren Namen".

Schönen Gruss
Herbert
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Baldur

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #16 am: Oktober 15, 2010, 11:00:48 »
Hi Eldkatten,

ich gebe dir auf weiten Strecken recht. Trotzdem behaupte ich einmal, dass in den Nachweis esoterischer Phänomene nicht einmal annähernd soviel Kapital gesteckt wurde, als in  den Nachweis wissenschaftlicher Phänomene. Und genau da liegt der Hund begraben denke ich. Es gibt Dinge, die einfach nicht untersucht werden, warum eigentlich nicht?
Eines davon ist die Intuition, jeder weiss, dass es sowas gibt, niemand kann erklären was es ist, jeder kann es trainieren, die erfolgreichsten Unternehmer arbeiten ausschliesslich intuitiv.
Ich habe mal bei mir selbst eine einfache Testreihe bezüglich Intuition angelegt, die Trefferquote liegt bei weit über 80%,  also ein Wert den nicht einfach zu ignorieren ist, warum kann ich nicht erklären.
Und so funktionierts, kann auch jeder der auf sein "Bauchgefühl" vertrauen selbst ausprobieren.
Stellt euch dorthin, wo es meisten 3 oder mehr Aufzüge gibt und ihr nicht wisst, welcher als erster kommt; U-Bahnen, Krankenhäuser, Hochhäuser, das Betätigungsfeld ist sehr vielfältig.
Dann horcht auf den ersten intuitiven Augenblick und stellt euch genau dorthin, wo ihr erwartet, dass der Aufzug kommt.
In den meisten Fällen stimmt es, warum weis ich nicht, wissenschaftliche Erklärung habe ich auch keine, Tatsache ist aber, dass es funktioniert und das es jeder ausprobieren kann. Und diesbezüglich frage ich mich ersthaft, warum gibt es dafür keine wie auch immer mit Geld ausgestatteten Testreihen zum überprüfbaren Beweis/Widerlegung solcher Dinge.

asaheil ok vana
Baldur
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Eldkatten

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #17 am: Oktober 15, 2010, 11:58:59 »
Hallo Baldur,

zunächst einmal bestreite ich, dass esoterische Phänomene nicht ausreichend erforscht würden. Sorry, aber wenn das wenig Raum zum Zweifeln lassende Ergebnis ist: "Da ist nichts", wozu zum Kobold soll man dann nochmal viel Zeit, Energie und Geld reinstecken, um trotzdem etwas zu finden? Das ist die tatsächlich oft bei Esoterikern anzutreffende Trotz-Haltung, die einerseits immer wieder die wissenschaftliche Beschäftigung mit esoterischen Phänomenen - oftmals äusserst arrogant - fordert, aber bitte nur, wenn das mit wissenschaftlicher Methodik erzeugte Ergebnis der Esoterik Recht gibt. Anderenfalls ist das eben "manipuliert", oder halt nicht ordentlich genug gesucht. Wenn man das Licht in dem Raum anmacht, und der Raum entpuppt sich als leer, sagt die Wissenschaftlerin "Ok, hier ist keine schwarze Katze", der Esoteriker aber ereifert sich und fordert: "Du musst eine hellere Lampe nehmen! Du hast ja noch nicht einmal den gesamten Raum mit einem Mikroskop abgesucht. Stümperin! Und wahrscheinlich versteckt sich die schwarze Katze vor dir. Ich dahingegen kann sie genau spüren!"

Sorry, Baldur, aber die von dir unternommenen Selbstversuche sind ziemlich wertlos. Allein schon, weil du Versuchsgegenstand und Auswerter des Versuchs in einer Person bist. Und es gibt saubere Untersuchungen zu "Vorahnung" (nur ein anderes Wort für Intuition im engeren Sinne, also wenn jemand in der Lage ist, ohne unbewusst aufgenommene zusätzliche Information etwas vorauszusagen), und die zeigen, dass wenn man alle anderen Faktoren ausschaltet (die "Intuition", die erfolgreiche Unternehmer verwenden, beruht hauptsächlich auf der unbewussten Verabeitung unbewusst aufgenommener Information, im Gegensatz zur Planung, die die bewusste Verabeitung bewusst aufgenommener Information bedeutet. Bei Ärztinnen und Ärzten nennt man diese Form der Intuition "diagnostischer Blick"), nichts mehr übrig bleibt, das statistisch relevant wäre. Auch ein Paket, das zufällig irgendwohin gestellt wird, und das mit ziemlicher Sicherheit keinerlei Intuition besitzt (darauf können wir uns doch einigen, oder?), wir immer wieder 'mal vor dem richtigen, sprich nächstverfügbaren, Aufzug stehen. Interessant würde es erst dann, wenn jemand seiner Intuition folgend nachvollziehbar und immer wieder häufiger vor dem richtigen Aufzug steht als ein Paket.

Es ist eben keine "Tatsache, dass es funktioniert". Nachgewiesenermaßen. Das "Gefühl", dass es funktioniert, ist ein Wahrnehmungsfehler. Nachgewiesenermaßen. Entweder überbewertet man positive Ergebnisse gegenüber ihrer statistisch tatsächlich vorhandenen Relevanz, oder die bewusst gemacht Aussage "Ich konnte das gar nicht wissen" stimmt nicht, denn unbewusst nimmt man sehr, sehr viel mehr Informationen auf, als man bewusst weiss. Auch das nachgewiesenermaßen. Es gibt sogar Drogen, die "prophetisch" machen, indem sie Wahrnehmungsfilter im Gehirn abschalten, und dadurch viel mehr der unbewusst aufgenommenen Information ins Bewusstsein gelangt. Dann "weiss" man plötzlich, dass das Glas vom Tisch fallen wird (weil das Gehirn die Stellung des Glases auf dem Tisch und die Bewegungen der umgebenen Personen interpoliert und diese grobe Schätzung nicht etwa verwirft, sondern als "Wahrnehmung" an das Bewusstsein weiter gibt) oder dass sich Person A mit Person B heute noch streiten wird (weil die unterschwellig wahrgenommene Körpersprache und Stimmung nun dem Bewusstsein als "Wissen" verfügbar ist).

Sorry, Baldur, die Intuition in dem Sinne, wie du sie benutzt, ist keine Tatsache. Wenn du sie allerdings tatsächlich verlässlich nachweisen kannst, könntest du viel Geld verdienen. Es sind nämlich etliche Preise ausgesetzt - irgendwo zwischen 10000 und zwei Millionen Dollar - für diejenigen, die mit entsprechenden Fähigkeiten wiederholbar statistisch relevante Ergebnisse erzeugen. "Die Wissenschaft" sagt hier: "Tut uns leid, wir haben selbst mit intensivem Forschen das Phänomen nicht gefunden, das ihr für vorhanden haltet. Deswegen werden wir euch - fürstlich - dafür bezahlen, wenn ihr uns nur bitte mit der Nase drauf stosst". Ich habe von einem dieser Forscher, der Wünschelruten-Gänger untersucht, gelesen, dass er äusserst traurig darüber ist, das Geld bisher niemandem auszahlen durfte. "Stell' dir vor, am Wünschelrutengehen wäre nachweislich etwas dran, " sagt er begeistert, "das wäre spannend!" Kein einziger dieser Preise ist bisher eingefordert worden, aber das soll dich nicht entmutigen. Wenn es Tatsache ist, wenn es funktioniert, dann solltest du das auch überzeugend demonstrieren können.

Schönen Gruss
Herbert
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morgane

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #18 am: Oktober 15, 2010, 12:30:21 »
Ein letzter, völlig unwissenschaftlicher einwurf von mir noch:

Mir persönlich ist es völlig schnurzpieps, ob, wie oft und mit welchen mitteln spirituelle phänomene wissenschaftlich nachgewiesen werden können oder nicht. wissenschaft ist ein, zugegeben, mit der zeit immer schärferes, messer zum zerteilen physischer phänomene. Sie betrachtet,  und erklärt auf materieller ebene, und dazu gehört auch alles, was den sinnen nicht mehr zugänglich ist, im subatomaren und teilchenbereich. Obwohl sie festgestellt hat, dass in dieser größenordnung die erklärungen der herkömmlichen physik nicht mehr stimmen und materie eigentlich nichts weiter als energie ist, die unsere sinne als materie deuten. Da sind nur mehr zustände und keine materie mehr. Und genau da ist der bereich, wo sich so manche zu fragen beginnen, ob nicht genau da die grenzen des materialistischen weltbildes erkennbar werden. Soweit meine unwissenschaftliche argumentation.

Es muss doch aber in einem spirituellen forum möglich sein, von einem völlig anderen, einem geistig fundierten weltbild auszugehen, ohne von anderen usern lächerlich gemacht zu werden. Nicht, dass mich persönlich das so sehr treffen würde. Mein selbstbewusstsein ist von derartigen bestätigungen nicht abhängig. Aber im bezug auf die sache selbst finde ich es sehr schade, weil es daran hindert, sich in einer guten atmosphäre aufbauend auszutauschen.

Ich selbst brauche nicht die bestätigung der wissenschaft für meine überzeugung, weil ich weiß, dass die wissenschaft eine methode ist, das außen der welt zu betrachten. Wenn ein kind seinen teddy zerlegt, um ihn zu erforschen, dann wird es zu der erkenntnis kommen, dass sägespäne seinen teddy ausmachen. Sein wesen, nämlich wärme, nähe, geborgenheit, wird es so nicht erkennen. Genausowenig erkennt man mit wissenschaftlichen methoden das wesen der welt, obwohl natürlich wissenschaft ihren unbestreitbaren wert hat. Aber eben nicht zur erklärung geistiger phänomene.

lg morgane
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Die natur der natur ist allemal übernatürlich (Seth)

Baldur

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #19 am: Oktober 15, 2010, 13:19:40 »
Hallo Eldkatten
Zitat von: "Eldkatten"
Sorry, Baldur, aber die von dir unternommenen Selbstversuche sind ziemlich wertlos. Allein schon, weil du Versuchsgegenstand und Auswerter des Versuchs in einer Person bist.
Es ist schon richtig, dass dies aus wissenschaftlicher Sicht wertlos ist, weil es nicht unter "sauberen" Laborbedingungen stattfindet.
Zitat
Auch ein Paket, das zufällig irgendwohin gestellt wird, und das mit ziemlicher Sicherheit keinerlei Intuition besitzt (darauf können wir uns doch einigen, oder?), wir immer wieder 'mal vor dem richtigen, sprich nächstverfügbaren, Aufzug stehen.
Das ist richtig, nur darf das Paket bei einer langen Versuchskette, nicht wesentlich von einer Trefferquote von 50% bei 2 Liften abweichen, 33% bei 3 Liften 25% bei vier Liften, usw. Ich denke, da sind wir uns einig.
Zitat
Interessant würde es erst dann, wenn jemand seiner Intuition folgend nachvollziehbar und immer wieder häufiger vor dem richtigen Aufzug steht als ein Paket.
Und da ist eben der springende Punkt, ich benütze täglich dieselbe Liftanlage und komme auf einen Wert der weit über der statistischen Wahrscheinlichkeit liegt. Klarerweise ist dies nicht relevant, weil ich Probant, Auswerter und Versuchsleiter in einer Person bin. Trotzdem finde ich es überraschend, dass die Trefferquote eben so hoch liegt. Ich habe auch nicht vor, die Ergebnisse zu verfälschen sonst würde ich mich selbst besch*.
Zitat
"Ich konnte das gar nicht wissen" stimmt nicht, denn unbewusst nimmt man sehr, sehr viel mehr Informationen auf, als man bewusst weiss.
Das mag in vielen Bereichen stimmen, aber bei drei identischen Aufzugstüren gibt es eigentlich nicht viel, was die erweiterete Wahrnehmung auswerten könnte.

Bitte verstehe mich nicht falsch, ich will eigentlich für keine Seite eine Lanze brechen. In meiner Brust schlagen sozusagen zwei Herzen. Einerseits ist es die Wissenschaft, deren Entwicklungen ich sehr interessiert verfolge, andererseits verfolge ich gerne sozusagen Unerklärliches. Ich lasse mich auch nicht gerne für dumm verkaufen, und klar, Scharlatane gibt es überall.  Trotzdem sehe ich hin und wieder Dinge, wo ich mir denke, dass diese eben noch nicht ausreichend erforscht sind.
Vor einigen Jahren hätten wir auch jeden ausgelacht, wenn der erzählt hätte, dass ein Chaoscomputer die Kamera oder den Airbag steuert (Fuzzy).

Ich hoffe, ich konnte halbwegs transportieren, was ich meine.

asaheil ok vana
Baldur
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Wælceasig

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #20 am: Oktober 15, 2010, 14:37:15 »
Zitat von: "JamesVermont"
Und alle Diskussionen, die wir führen, wo bei feinstofflichen Phänomenen Erklärungsnot auftaucht, gelangen an den Punkt, wo auf die Einhaltung der Grenze zwischen Wissenschaft und Spiritualität gepocht wird. Und dann wird nur noch um diesen Phänomen herumgestritten und das eigentliche Thema (aus dem meistens noch viel Anderes herausgeholt hätte werden können) geht den Bach runter.

Ist das denn so schwer verständlich, dass genau da der Knackpunkt liegt, bei der Einhaltung der Grenzen? Wenn darauf nicht gepocht wird, wenn beides grenzlos vermischt wird, und genau dann wirds Wischiwaschi.  

Zitat von: "JamesVermont"
Das permanente Grenzziehen nervt viele (Ned schon wieda des Thema). Und es reicht schon ein unüberlegter Satz um ein Augenrollen auszulösen. Wer fühlt sich denn in so einer Angespannten Community wohl? Weiviele sind hier registriert und wieviele schreiben denn aktiv?

Ach je. Ja, der Vorwurf hat auch schon einen Bart. Wegen der pööösen Wissenschaftsvertreter trauen sich zahlllose Leute nichts zu schreiben, und die pööösen Wissenschaftsvertreter sind ja sooo gemein.
Da gibts wohl keinen Weg raus, als das die pööösen Wissenschaftsvertreter endlich gehen und ihr endlich euer Wohlfühl- und Kuschelforum habt, in dem wie in unzähligen anderen Esoforen die absurdesten Sachen vertreten werden ohne das irgendjemand dazu mal was anmerkt. Hauptsache es fühlen sich alle wohl und in ihrem Weltbild bestätigt.
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Mc Claudia

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #21 am: Oktober 15, 2010, 15:18:15 »
hm.

mein Arbeitskollege ist mit seiner Frau auf der Luna-Messe, sie ham nen Stand. Ich hab gesagt, ich komm, wenn ich Zeit hab und guck vorbei.

Dann hab ich mir mal das ganze Programm und die Aussteller/innen angeguckt.

nein, sorry, lieber Arbeitskollege. Das ist sowas von gar nicht meins. Kein einziger Stand, der auch nur annähernd irgendwas bietet, was mich interessieren könnte.

Gut, Jamesey, zumindest ich werd mich bemühen, sanfter zur argumentieren. Versprechen kann ich's aber nicht. Denn irgendwo hab ich halt ne Schmerzgrenze.  :weißnicht:

Liebe Grüße

Mc Claudia
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dagaz

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #22 am: Oktober 17, 2010, 14:38:39 »
hallo herbert,

Zitat von: "Eldkatten"
Wissenschaft ist, wenn man in einem dunklen Zimmer mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht.
Philosophie ist, wenn man in einem dunklen Zimmer mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die nicht da ist.
Theologie ist, wenn man in einem dunklen Zimmer mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die nicht da ist, und plötzlich ruft: "Ich hab sie!".

Und dem möchte ich hinzufügen:
Esoterik ist, wenn man mit Wissenschaftlern, Philosophen und Theologen vor einem dunklen Zimmer steht, in dem sich keine schwarze Katze befindet, und sagt: "Wenn ihr mich ganz lieb bittet, verrate ich euch ihren Namen".

 :thumbsup:  :thumbsup:  :thumbsup:  :thumbsup: gefällt mir!  :thumbsup:  :thumbsup:  :thumbsup:  :thumbsup:
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dæg byþ drihtnes sond - deore mannum
mære metodes leoht - myrgþ ond tohiht
eadgum ond earmum - eallum brice

Babsi

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #23 am: Oktober 17, 2010, 15:51:42 »
Zitat
Ein wichtiger Teil des Problems in der Kommunikation zwischen esoterisch-spirituellem (man nagle mich bitte nicht auf diese Worte fest, ihr wisst, was gemeint ist) und wissenschaftlichem Weltbild ist nicht mangelndes Interesse und ungenügende Forschung auf seiten der Wissenschaft, sondern fehlender Respekt vor den Ergebnissen auf seiten der Esoterik, und die nicht vorhandene Bereitschaft, unliebsame Erkenntnisse anzunehmen.


Dies ist nicht nur ein Problem der "Esoteriker", sondern eine unter der Menschheit sehr weit verbreitete Krankheit!!
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern:
"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!"
Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

morgane

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #24 am: Oktober 17, 2010, 17:22:25 »
Da wird aber davon ausgegangen, dass wissenschaftliche forschung in einem wertfreien raum stattfände und überhaupt nicht von den paradigmen der jeweiligen zeit beeinflusst wäre. Das ist einer der großen aberglauben......

lg morgane
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Die natur der natur ist allemal übernatürlich (Seth)

Wælceasig

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #25 am: Oktober 17, 2010, 18:00:55 »
Zitat von: "morgane"
Da wird aber davon ausgegangen, dass wissenschaftliche forschung in einem wertfreien raum stattfände und überhaupt nicht von den paradigmen der jeweiligen zeit beeinflusst wäre. Das ist einer der großen aberglauben.....

... den Leute immer gerne wieder gebetsmühlenartig (oder vielleicht auch reflexhaft) propagandieren, um Wissenschaft generell in Frage zu stellen.

Der Wissenschaft selbst ist sich diese Tatsache seit geraumer Zeit bewußt und sie stellt das bei ihrer Vorgehensweise und den Ergebnissen ihrer Forschung in Rechnung.

Vielleicht werden ja auch irgendwann die Nichtwissenschaftler und Kritiker der Wissenschaft in der Lage sein, dies einzusehen und zu akzeptieren.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Trúa ek á mátt minn og megin.

Merlin

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #26 am: Oktober 17, 2010, 18:44:10 »
Ich lese gerade http://www.amazon.de/nichts-wei%C3%9F-m ... 357&sr=1-1 so zu sagen, welterklärung für dummies, sehr spannend, besonders der satz: "Die naturwissenschaften erklären das WIE, die philosophen das WARUM, leider sind die beiden wissenschaften nicht kompatibel :) "
und da haperts meiner meinung nach. Da die naturwissenschaften meinen, nach dem warum sollst du nicht fragen, da dies eine übergeordnete "intelligenz" impliziert.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Nie wieder Arbeit

barbara

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #27 am: Oktober 17, 2010, 19:12:33 »
Zitat von: "Wælceasig"
Der Wissenschaft selbst ist sich diese Tatsache seit geraumer Zeit bewußt und sie stellt das bei ihrer Vorgehensweise und den Ergebnissen ihrer Forschung in Rechnung.

Es gibt tatsächlich wissenschaftstheoretische Überlegungen dazu, die ich sehr interessant finde - ich würde aber keineswegs behaupten, dass diese Reflexionen des eigenen Tuns und der eigenen Voraussetzungen ausserhalb der Gruppe der Wissenschaftstheoretiker besonders weit verbreitet sei, oder gar etwas, was allen WissenschaftlerInnen in ihrer Arbeit ständig bewusst sei.

Es ist ja nie "die Wissenschaft", die etwas tut, es sind nach wie vor WissenschaftlerInnen, Menschen aus Fleisch und Blut, alle mit ihren Vorurteilen, unbewussten Reflexen etc wie alle andern Menschen auch, und dies färbt sich wie bei allen andern Menschen auch natürlich auf ihre Arbeit ab, und auf ihre Einstellungen zur Arbeit.

Dies ist nichts Schlechtes und nichts, das Wissenschaft abwertet  - es ist einfach, was wir alle sind: Menschen.
errare ist immer noch humanum und wird das auch bleiben.

grüsse, barbara
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Crysalgira

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #28 am: Oktober 17, 2010, 19:17:27 »
Ich halte es ähnlich wie Baldur, ich hab im ursprünglichen Eso-Messe-Thread auch schon mal versucht, das zu erklären. Und dann ging es plötzlich um die Wurst ... :rolleyes:
Die Wissenschaft hat ihre Berechtigung, ihre interessanten Entdeckungen, ihre Erkenntnisse, die mein allgemeines Verständnis von der mich umgebenden Konsensrealität erweitern. Ich habe nicht umsonst ausgerechnet Archäologie zu meinem Studium der Alten Geschichte dazugenommen, eben weil es mir um "Nachweise" ging und geht.

Und dann gibt es da noch Bereiche, für dich ich keine Nachweise brauche - nennt es Glauben oder Spritualität (der Begriff Esoterik gefällt mir persönlich nicht so gut, weil damit wirklich viel Schindluder getrieben wurde - unter anderem deswegen habe ich bei den Besprechungen zur Namensfindung für dieses Forum darauf gedrungen, dass das Wort "Esoterik" auch im Untertitel nichts zu suchen hat) oder vielleicht gibt es noch andere Bezeichnungen, mit denen ich leben kann.

Nein, die beiden widersprechen sich nicht, die beiden haben ihren rechtmäßigen angestammten Platz, ergänzen sich meiner Meinung nach hervorragend.

Und ich wäre ein Idiot, wenn ich auf meine Intuition verzichten würde (kommt ganz ohne Drogen!  :D ), von der ich weiß, dass sie funktioniert, nicht immer, nicht überall, aber doch.
Ja, mir ist klar, dass ich immer noch wesentlich mehr Informationen aufnehme (und ich bilde mir ein, dass es bei mir ohnehin schon ziemlich viele sind, weil ich mein ganzes Leben darauf ausgerichtet habe, bewusst zu leben), als mir bewusst ist.
Soll ich mich jetzt dieses "Phänomens" berauben, nur weil es wissenschaftlich nicht nachweisbar ist?!
Soll ich lügen und sagen, ich hätte diese oder jene Entscheidung getroffen, weil ich diese oder jene Information hatte, die ich mir hinterher ganz bestimmt ausrechnen könnte?!
Oder soll ich mich darüber freuen, wenn scheinbar völlig Unlogisches oder Unzusammenhängendes dann einen Sinn ergibt? Wenn mir eine innere Stimme rät (wie heute auf der Rückfahrt von Tschechien), da und dort auf der Strecke ganz besonders aufmerksam zu fahren? Glaubt mir, ich war heute wieder mal ziemlich froh und dankbar für meine "Eingebungen" ...
Ein Christ würde vielleicht sagen, das war mein Schutzengel (und auch dankbar und froh sein, vermute ich mal). Ich nenne es Intuition (die ich als ein Geschenk betrachte, das ich mit der Aufgabe bekommen habe, sie möglichst gut zu verwenden und auszubauen, wo immer es geht).

@ James:
ja, es tut mir auch in der Seele weh, wir manche Menschen meinen, hier mit einander umgehen zu müssen (und in diesem "meinem" / unserem neuen Forum Streitereien fortzusetzen, die sie scheinbar begonnen haben, als die Berge noch jung waren ...)
und auch mir stellt sich die Frage (ganz ernst, ohne jede Ironie), was wollen sie hier eigentlich? Missionieren, überzeugen, anderen ihr Weltbild "geraderücken", die Wissenschaft verteidigen, die es GANZ BESTIMMT nicht notwendig hat? Oder ihre intellektuelle Unterbeschäftigung heilen? Und seit wann missionieren Anhänger der Wissenschaft eigentlich? (okay, DAS war jetzt ironisch ... sorry)
Wenn es so mühsam, so peinvoll, so nicht endenwollend ist, warum tun sie es dann, die armen Woo-Wow-Verblendeten, die sie hier auszumachen glauben,  die hier im übrigen aber gar nicht vertreten sind, soweit ich das sehe (ich würde sie auch nur schwer aushalten  :) ), zu drangsalieren, mit den immer gleichen Argumenten?

Enough said - wir sind hier zwar im Tollhaus, aber dennoch.

Nur eines: ich finde, die Admins und Mods handeln richtig. Wir (der Verein) haben beim Einrichten dieses Forums betont, dass Admins und Mods möglichst neutral sein und bleiben sollen (deswegen auch die teilweise beklagte Anonymität), sprich Menschen sind, bei denen der Vorstand davon ausgehen kann, dass ihre persönlichen Überzeugungen ihr Handeln als Mod oder Admin nicht beeinflussen oder verzerren.

Crysalgira
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Don't take life too seriously - you won't get out alive anyway ....

Wælceasig

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #29 am: Oktober 17, 2010, 19:20:34 »
Zitat von: "Merlin"
Da die naturwissenschaften meinen, nach dem warum sollst du nicht fragen, da dies eine übergeordnete "intelligenz" impliziert.

Erzähl mir mal, wo genau die Naturwissenschaften meinen, dass man nach dem warum nicht fragen sollte. (Anstatt, dass sie als Naturwissenschaften dafür nicht zuständig sind, Anworten auf diese Frage zu geben.)

Oder nein, nein. Lass es. Es ist doch viiiiiiiel schöner denen unterzuschieben dies gesagt zu haben, da das dann ja den zweiten Teil deines Satzes so schön impliziert: Die Naturwissenschaft will verhindern, dass man da auf eine übergeordnete Intelligenz stoßen könnte!  

*Aluhütchenaufsetzt*
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
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