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Autor Thema: Der Eso-Thread  (Gelesen 29360 mal)

Giles

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #90 am: November 07, 2010, 11:47:41 »
Zitat von: "Mod_c"
Liebe Diskutierende,

soll ich Eure Götterbilddiskussion hierher kopieren? Da hätten wir schon mal damit angefangen:

http://www.feuerkreise.at/viewtopic.php?f=6&t=62

Ansonsten bitte: zurück zum Thema!

Danke.

Mod_c


welche´s thema denn ? wissenschaft und spiritualität ? lucifer ? welches thema wohin gehört ? woran wir glauben ? oder das letzte jetzt, wie das woran wir glauben mit  uns in wechselwirkung steht ? das passt hier schon.

@Sambuca: aus den eigenen vorstellungen ausbrechen, das kann man als einzelner leicht, man braucht nur einem anderen menschen zuhören und versuchen, ihn zu verstehen. ich frage mich: was tut eine spezies ? zeigt unser umgang als menschheit mit tieren nicht eine beängstigende möglichkeit an ?
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barbara

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #91 am: November 07, 2010, 12:28:23 »
Zitat von: "morgane"
Götter, also die mit menschlichen attributen, sind sicherlich unsere schöpfung. wir können uns halt schwer oder gar nicht etwas vorstellen, was über unser menschliches bild hinaus reicht. *Du sollst dir kein bild machen* funktioniert nicht so richtig.

Stimmt.

Darum ist es wohl sinnvoller zu formulieren: sei dir bewusst, dass alles, was du über Gott/Götter sagst, dein Bild ist. Und das sogar dann, wenn die Konkretheit und Bildhaftigkeit so sehr vermieden wird wie im Judentum, wo nur buchstabiert wird jhvh.

Einen Unterschied könnte wohl noch gemacht werden zwischen jenen Bildern, die zum grössten Teil unbewusst entstanden sind, wie die Mythen der meisten Völker, die zeigen einen Ist-Zustand - oft grausam, gefährlich, unfair - oder auch das, was bei den Esos tatsächlich in vielen Fällen zu Recht kritisiert wird, dass alles auf einmal nur noch niedlich und rosa ist mit Engelchen und Feen und kitschiger Deko,  ein Ausdruck von unreflektiertem und oberflächlicher Harmoniesucht -

 - und andererseits jenen Geschichten, die bewusst gestaltet wurden, mit psychologischem und Weltwissen, und wo Menschen in gottähnlichen Figuren ein zu erstrebendes Ideal zeigen, - zB die Iustitia mit verbundenen Augen und Waage, die in vielen Gerichtshöfen steht, die als Mahnung und Ideal dient. Oder auch die Symbole von Tarotkarten wie Rider Waite, die mit sehr grossem Bewusstsein gestaltet wurden in Bezug auf Formen, Farben, Attribute, Details - auch wenn da bestimmt das Unbewusste nach wie vor eine grosse Rolle spielte, die Archetypen haben ihr Eigenleben, auch wenn sie von Menschen mit viel Respekt und Bewusstsein angerufen und gestaltet werden.

grüsse, barbara
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morgane

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #92 am: November 07, 2010, 12:43:24 »
Hallo Barbara!
Zitat von: "barbara"
Darum ist es wohl sinnvoller zu formulieren: sei dir bewusst, dass alles, was du über Gott/Götter sagst, dein Bild ist. Und das sogar dann, wenn die Konkretheit und Bildhaftigkeit so sehr vermieden wird wie im Judentum, wo nur buchstabiert wird jhvh.

Ja, das ist eine bessere formulierung, wenn auch sogar die juden ihrem jhvh sehr menschliche verhaltensweisen zuschreiben, z.b. eifersucht und rachsucht.

Zitat von: "barbara"
Einen Unterschied könnte wohl noch gemacht werden zwischen jenen Bildern, die zum grössten Teil unbewusst entstanden sind, wie die Mythen der meisten Völker, die zeigen einen Ist-Zustand - oft grausam, gefährlich, unfair - oder auch das, was bei den Esos tatsächlich in vielen Fällen zu Recht kritisiert wird, dass alles auf einmal nur noch niedlich und rosa ist mit Engelchen und Feen und kitschiger Deko,  ein Ausdruck von unreflektiertem und oberflächlicher Harmoniesucht -

Das liegt für mein empfinden am falsch verstandenen thema *realitätsgestaltung*, was gerne mit dem sog. *positiven denken* gleich gesetzt wird. Positives denken im sinn von übertünchen seiner ängste mit rosa wölkchen und licht und liebe etc. ist aber nicht zielführend. Man muss schon erstmal ganz genau hinschauen, seine gefühle und gedanken annehmen, um dann neue wege beschreiten zu können und die alten zuwuchern zu lassen. Unter den teppich gekehrte ängste verwandeln sich dort nicht automatisch in blumen, sondern zu faulendem müll.

Zitat von: "barbara"
- und andererseits jenen Geschichten, die bewusst gestaltet wurden, mit psychologischem und Weltwissen, und wo Menschen in gottähnlichen Figuren ein zu erstrebendes Ideal zeigen, - zB die Iustitia mit verbundenen Augen und Waage, die in vielen Gerichtshöfen steht, die als Mahnung und Ideal dient. Oder auch die Symbole von Tarotkarten wie Rider Waite, die mit sehr grossem Bewusstsein gestaltet wurden in Bezug auf Formen, Farben, Attribute, Details - auch wenn da bestimmt das Unbewusste nach wie vor eine grosse Rolle spielte, die Archetypen haben ihr Eigenleben, auch wenn sie von Menschen mit viel Respekt und Bewusstsein angerufen und gestaltet werden.

Dem stimme ich voll zu. :thumbsup:

lg morgane
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Die natur der natur ist allemal übernatürlich (Seth)

Sambuca

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #93 am: November 08, 2010, 16:45:14 »
Zitat von: "Giles"
@Sambuca: aus den eigenen vorstellungen ausbrechen, das kann man als einzelner leicht, man braucht nur einem anderen menschen zuhören und versuchen, ihn zu verstehen. ich frage mich: was tut eine spezies ? zeigt unser umgang als menschheit mit tieren nicht eine beängstigende möglichkeit an ?
Einem Gott zuhören? Ich sprach doch davon, dass Götter nach dem Menschenbild gemacht werden. Somit verändert sich nichts, da das Vorbild bestehen bleibt.
Der Umgang mit Tiere und die Licht und Liebe Esoterik. Blut und Flucht. Scheint mir, als würde beides aus Verdrängung geschehen.
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Mit freundlichen Grüßen
Sambuca

Giles

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #94 am: November 08, 2010, 19:54:15 »
Zitat von: "Sambuca"
Einem Gott zuhören? Ich sprach doch davon, dass Götter nach dem Menschenbild gemacht werden. Somit verändert sich nichts, da das Vorbild bestehen bleibt.
Der Umgang mit Tiere und die Licht und Liebe Esoterik. Blut und Flucht. Scheint mir, als würde beides aus Verdrängung geschehen.

na einer Göttin oder einem Gott zuhören war eigentlich genau nicht gemeint. eben der wechselwirkung wegen. doch genauer betrachtet: sind nicht viele teile von uns aus unterschiedlichen evolutionsstadien ? könnten wir nicht, ins unter- und unbewusste abtauchend, da noch allerhand von anderen species finden ? wenn ja: füttern die nicht auch unsere Götterbilder ? das rückt für mich die abbilder von Göttern mit allen möglichen tierattributen in ein anderes licht.
vielleicht öffnet uns der schwan den Walküren, Anubis den caninen, Ganesha den Elefanten ?
ein wenig irr vielleicht, aber wert betrachtet zu sein  ;)
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morgane

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #95 am: November 09, 2010, 07:53:37 »
Zitat von: "Giles"
.... vielleicht öffnet uns der schwan den Walküren, Anubis den caninen, Ganesha den Elefanten ?
ein wenig irr vielleicht, aber wert betrachtet zu sein  ;)
Da ist sicher was dran. Denn warum werden götter mit tierattributen oder überhaupt als tiere dargestellt? Dazü müsste man wissen, was die einzelnen tiere für diese kultur bedeuteten. Ich will mal mutmaßen, und gehe dabei von meinen eigenen assoziationen aus:

- der schwan: reinheit, seelenvogel, im wasser wie in der luft zuhause (wasser=unterbewusstsein, lebenselement, luft=freiheit von irdischen belangen), der fußabdruck trägt die signatur der 3- fachen göttin

der hund: wittert (fast) alles, aasfresser (nimmt das, was sterblich ist auf und befreit das unsterbliche)....

elefant: würdevoll, stark und trotzdem vom menschen zähmbar, hilfreich, wer einen besitzt, kann als wohlhabend gelten....

Da wir menschen mit dem tierreich verwandt sind, finden sich tierische eigenschaften sicher auch in unseren anlagen. Wir identifizieren uns mit den erwünschten und verleihen sie auch unseren göttern. Sehr vereinfacht, aber so ungefähr stelle ich mir das vor.

lg morgane
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Die natur der natur ist allemal übernatürlich (Seth)

Giles

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Re: Der Eso-Thread
« Antwort #96 am: November 09, 2010, 11:33:34 »
das macht fast appetit, sich wieder mit fabeln auseinander zu setzen. die ich kenne sind oft derart moralinsauer - na vielleicht  gibt es andere auch : )
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