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Autor Thema: Tod, Wiedergeburt und Hölle  (Gelesen 24404 mal)

Isfjell

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #30 am: August 15, 2010, 23:08:30 »
die toten reiche sind nicht nur in der edda genannt,
und die "wiedergeburt" oder besser "wiederauferstehung" bestreite ich nicht sondern ich bestreite das sie aufgewzungen wird bis man erlöst wird,
wiedergeburt war nur sofern es das schicksal einem schon vorbestimmte und dann kam man als genau die selbe person auch wieder zurück. und nicht wieder geboren in einem andern körper.

und teilweise hat die tatsache das ich ausatru bin auch damit zu tun. denn im ramen meines glaubens teile ich auch meine körper nicht in seele und körper wie es ander religionen tun sondern es ist weit kompizierter
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Und ihr Falschen da draußen solltet dran denken:
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Wælceasig

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #31 am: August 15, 2010, 23:36:01 »
Zitat von: "Andy"
die toten reiche sind nicht nur in der edda genannt,

Wie die Hinweise auf Wiedergeburt auch, ja. Aber auch die anderen Quellen, in denen diese Totenreiche genannt werden, sind von Autoren in christlicher Zeit niedergeschrieben worden.

Zitat von: "Andy"
und die "wiedergeburt" oder besser "wiederauferstehung" bestreite ich nicht sondern ich bestreite das sie aufgewzungen wird bis man erlöst wird,

Ich glaube außer dir hat niemand im Zusammenhang mit dem altnordischen Glauben behauptet, dass irgendjemand zu irgendetwas gezwungen wird. Aber du sprichst wahrscheintlich von irgendwelchen Vorstellungen im Rahmen des Hinduismus oder Buddhismus, kann das sein?

Zitat von: "Andy"
wiedergeburt war nur sofern es das schicksal einem schon vorbestimmte und dann kam man als genau die selbe person auch wieder zurück. und nicht wieder geboren in einem andern körper.

In welchem Kontext steht diese Äußerung jetzt? Meinst du das, was du da geschrieben hast, sei der Glaube irgendwelcher Buddhisten oder Hinduisten? Oder der der Germanen?  :gruebel:  

Zitat von: "Andy"
und teilweise hat die tatsache das ich ausatru bin auch damit zu tun. denn im ramen meines glaubens teile ich auch meine körper nicht in seele und körper wie es ander religionen tun sondern es ist weit kompizierter

Gerade der Umstand, dass altnordische Quellen zeigen, dass es im vorchristlichen Glauben keine Dualität Körper/Seele gegeben hat, sondern Konzepte wie hugr, hamr, fylgja und hamingja, sind doch ein Hinweis darauf, dass die Vorstellung wohl nicht so simple war wie: Tot -> Überführung in eines der Totenreiche -> Aufenthalt dort bis zu Ragnarök.
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Isfjell

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #32 am: August 16, 2010, 00:02:19 »
ja ich rede die ganze zeit von hinduisten und budisten^^

ich denke wir reden leicht aneinader vorbei und ich möchte hier auch keine streit in glaubens fragen auslösen wenn du willst können wir gern privat weiter schreiben.

lg andy
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Wælceasig

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #33 am: August 16, 2010, 01:13:46 »
Zitat von: "Andy"
ja ich rede die ganze zeit von hinduisten und budisten^^

Also auch diese Aussage:

Zitat
wiedergeburt war nur sofern es das schicksal einem schon vorbestimmte und dann kam man als genau die selbe person auch wieder zurück. und nicht wieder geboren in einem andern körper.

Wie kommst du darauf? So weit ich weiß, glauben sowohl Hinduisten als auch Buddhisten, dass eine Wiedergeburt in einem anderem Körper, und als andere Person stattfindet.   :gruebel:

Zitat von: "Andy"
ich möchte hier auch keine streit in glaubens fragen auslösen ...

Ich auch nicht. Ich habe bisher keine Glaubensfragen angetastet, und habe auch nicht vor das zukünftig zu tun.
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Isfjell

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #34 am: August 16, 2010, 14:30:34 »
ja die aussage der schicksals bestimmten wiederauferstehung war nicht drauf bezogen. mir ging es nur vom anfang an das ich nicht an eine aufgezwungene wiedergeburt wie hindus und budisten glauben, glaube.

das wollt ich eigtl nur klar stellen ^^ darums chrieb ich auch ich als asatru. ich hätte mich wohl besser ausdrücken müssen, entschuldigung.
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Sambuca

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #35 am: August 17, 2010, 17:17:38 »
An Wiedergeburt glaube ich nicht.
Ich glaube an eine unsterbliche Wesenheit deren Namen am ehesten mit Großes Ich zu bezeichnen ist. Die sich mit Materie bekleidet und in allem enthalten ist. Ohne ihr gibt es kein Bewußtsein.
Meine Person besteht weiters aus zwei Teilen die mich ergeben und mir Individualität verleihen. Die Gene und das Angeeignete, vergleichbar mit Farbe und Material eines Kleidungsstückes.
Sozusagen ist das, was ich bin, eine Hülle und vergänglich.
Zu diesem Schluss kam ich, weil ich zweimal beim Aufwachen eine andere Person war.
Einmal ca. 14 Jahre alt um 1200 n. Ch.. Da sah ich auch die entsprechende Umgebung und einmal als ca. 30 Jährige um 1600 da fragte ich im alten Deutsch was denn das für ein Lärm (Wecker) wäre.
Diese Personen waren mir gänzlich fremd und doch war ich es. Ein Traum ist ausgeschlossen, denn ich bin mir im Traum bekannt, ebenso Besessenheit, denn zu deutlich war das Ich.
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Mit freundlichen Grüßen
Sambuca

morgane

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #36 am: August 17, 2010, 18:59:36 »
Hi sambucca!
So ist es. All die religionen, auch die heidnischen, transportieren dieses wissen, sie bekleiden es aber mit ihren eigenen *geschichten*. Beim christentum ist diese geschichte stark moralträchtig, beim germanischen heidentum heldenlastig, bei östlichen religionen nirvanageprägt.
Daran ist nichts falsches, aber man sollte die mythologien als das erkennen, was sie sind, verpackung.

Wir sind geistige, nie geborene, nie sterbende wesen, die einen teil von sich in die materielle welt projizieren und sich nach einer gewissen spanne wieder daraus zurückziehen, um erneut dort oder in einer anderen realität wieder zu erscheinen. Da es zeit, jenseits der physischen welt nicht gibt, existieren alle leben gleichzeitig - was wir hier als abfolge erleben. Das ist die essenz, alles andere die verkleidung. Aber welch eine köstliche, unterhaltsame inszenierung!

lg morgane
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Die natur der natur ist allemal übernatürlich (Seth)

dagaz

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #37 am: August 18, 2010, 20:23:12 »
Zitat von: "morgane"
Wir sind geistige, nie geborene, nie sterbende wesen, die einen teil von sich in die materielle welt projizieren und sich nach einer gewissen spanne wieder daraus zurückziehen, um erneut dort oder in einer anderen realität wieder zu erscheinen. Da es zeit, jenseits der physischen welt nicht gibt, existieren alle leben gleichzeitig - was wir hier als abfolge erleben. Das ist die essenz, alles andere die verkleidung. Aber welch eine köstliche, unterhaltsame inszenierung!
passt irgendwie zu einem text, den ich mal geschrieben habe, als ich gerade damit begann, mich für das heidentum zu interessieren:
Zitat
... wird den meisten unter uns schon aufgefallen sein, dass ihnen in der kindheit die zeit langsamer verging als in späteren jahren, wo sie zunehmend schneller dahinrast. das liegt daran, dass unser bewusstsein die bereits gelebte zeit stets als 1 misst. jede weitere zeiteinheit, die verstreicht, wird folglich als immer kleinerer bruchteil von 1 wahrgenommen.

so ist das jahr eines einjährigen ein ganzes leben, das nächste dann nur noch ein halbes; für ein zehnjähriges ist ein Jahr nur noch 10 %, für ein hundertjähriges 1 % einer lebensspanne. Dasselbe gilt analog für monate, wochen, tage, stunden...

hätte die sonne ein bewusstsein, so kämen ihr die etwa 5 mrd. jahre ihres scheinens auch nicht länger vor als mir meine ca. 45 lenze (und die letzten paar mio. jahre wären ihr verflogen wie nix), und für ein ewig lebendes wesen würde jede beliebig lange zeitspanne subjektiv gegen null schrumpfen - es könnte die expansionen und kontraktionen des universums, die zwischen urknall und urknüll immerhin 20 - 40 mrd. jahre dauern und wahrscheinlich ad infinitum aufeinander folgen, nicht mal als stroboskopartiges flackern wahrnehmen.

einem solchen wesen bliebe, um überhaupt etwas wahrnehmen zu können und also von seiner existenz etwas zu haben, nichts anderes übrig als die flucht in die zeit - und somit in die vergänglichkeit; es müsste ergo stern, planet und mond, grashalm, pilz und baum, wurm, käfer und fisch, salamander, kuh und leut werden*). ewig zu leben ist also gar nicht so besonders erstrebenswert. Wichtig ist nur, ob leut sich am ende sagt: "ja, ich habe ein leben gehabt, und toll war's, küssdiehanddankschön!" - oder: "was, das war's schon?! scheiße! Das beste hab ich verpasst!"

*)sind also wir und alles, was da kreucht und fleucht und grünt und blüht und wurlt und wuselt und wuchert, quasi götter und göttinnen auf urlaub? ganz so von der hand weisen kann ich's als agnostiker nicht, auch wenn's mir irgendwie zu metaphysisch ist.

sollte es aber tatsächlich sowas wie göttinnen und götter als wesenheiten mit individuellem bewusstsein geben, so ist die leutwerdung einer gottheit sicherlich bei weitem kein solcher einzelfall, wie das christentum lehrt.

« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
dæg byþ drihtnes sond - deore mannum
mære metodes leoht - myrgþ ond tohiht
eadgum ond earmum - eallum brice

morgane

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #38 am: August 19, 2010, 07:35:05 »
Götter auf urlaub, dieser ausdruck gefällt mir  :thumbsup: Wenn auch bildungsreise und eventtourismus, nix mit abhängen :urlaub:

lg morgane
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Ink Ognito

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #39 am: August 19, 2010, 11:20:41 »
Zitat von: "Andy"
ja die aussage der schicksals bestimmten wiederauferstehung war nicht drauf bezogen. mir ging es nur vom anfang an das ich nicht an eine aufgezwungene wiedergeburt wie hindus und budisten glauben, glaube.

"Aufgezwungen"? Ich glaube nicht, dass Hindus und Buddhisten so etwas glauben, denn dazu müsste es jemanden geben, der zwingen kann. Den gibt es aber in dem Fall nicht. Wiedergeburt ist dort ein Prozess wie das Atmen, wie Entstehen und Vergehen. Das ist nichts, gegen das man sich mal eben so entscheiden kann und es ist auch nichts, was einem von irgendeiner Person "aufgezwungen" wird. Wenn du in einen großen Fluss mit reißender Strömung springst und mitgerissen wirst, dann ist es in gleicher Weise daneben, von einem "aufgezwungenen weggespült werden" zu reden. Oder wenn du in ein Feuer fasst, dann ist es wohl kaum angebracht, von einer "aufgezwungenen  Verbrennung" zu sprechen. In gleicher Weise ist es nicht angemessen, notwendige Schlafzeiten als "aufgezwungen" zu bezeichnen oder die Tatsache, dass wir als Menschen essen und trinken müssen, als "aufgezwungen" zu betrachten. All dies sind natürliche Prozesse unseres Daseins und in gleicher Weise wird von Hindus und Buddhisten die Wiedergeburt betrachtet.
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Ink Ognito

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #40 am: August 19, 2010, 11:22:37 »
Zitat von: "morgane"
bei östlichen religionen nirvanageprägt.


Hallo morgane,

was genau soll das bedeuten, "nirvanageprägte östliche Religionen"?

Uhanek
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morgane

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #41 am: August 19, 2010, 12:44:20 »
Schau, schau, haben wir den alten uhu auch wieder aus seiner höhle gelockt? :tanzfreu:
Mit *nirvanageprägt* meine ich: die östlichen religionen, vor allem der buddhismus betont die erlösung vom *samsara* durch die befreieung vom ego, vom wünschen und streben. Das meinte ich.

lg morgane
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Babsi

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #42 am: August 19, 2010, 16:20:03 »
Zitat
sind also wir und alles, was da kreucht und fleucht und grünt und blüht und wurlt und wuselt und wuchert, quasi götter und göttinnen auf urlaub? ganz so von der hand weisen kann ich's als agnostiker nicht, auch wenn's mir irgendwie zu metaphysisch ist.

sollte es aber tatsächlich sowas wie göttinnen und götter als wesenheiten mit individuellem bewusstsein geben, so ist die leutwerdung einer gottheit sicherlich bei weitem kein solcher einzelfall, wie das christentum lehrt.

Absolut schräge Idee, hat aber was gg
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern:
"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!"
Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

Ink Ognito

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #43 am: August 19, 2010, 17:39:31 »
Zitat von: "morgane"
Mit *nirvanageprägt* meine ich: die östlichen religionen, vor allem der buddhismus betont die erlösung vom *samsara* durch die befreieung vom ego, vom wünschen und streben. Das meinte ich.

Also "Samsara" bezeichnet ja eine Art schwere Neurose oder so etwas ähnliches wie einen psychotischen Zustand und die unter dem Einfluss dieses krankhaften Zustandes erlebte "Wirklichkeit". "Nirvana" bedeutet wörtlich "Erlöschen", nämlich das Erlöschen der grundlegenden Faktoren, aus denen der krankhafte Geisteszustand und seine verzerrte Wahrnehmung resultieren. All dies zusammen ist aber nicht grundlegendes Merkmal "der östlichen Religionen". Und selbst innerhalb des Buddhismus hat das auch noch ganz verschiedene Bedeutungen.

Das nur mal schnell am Rande.
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Belenus

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Re: Tod, Wiedergeburt und Hölle
« Antwort #44 am: August 19, 2010, 17:54:46 »
Laut den Veden hat sich Brahma (das göttliche in unpersoneller Form) die Maya (Zaubermacht/Täuschung - sprich materielle Welt) geschaffen um sich zu "unterhalten" und sich auch selbst am Leben zu halten - Stillstand = Tod.
Und zwar inkarniert es als jedes Lebewesen und jeder Mensch immer und immer wieder bis das Wesen (Mensch?) erkennt wer oder was es wirklich ist. Das ist dann die Erlösung (Moksha) aus dem ewigen Kreislauf des Leidens...

Alan Watts schrieb hierzu:

"Was würde passieren, wenn ich die Kraft hätte, jede Nacht das zu träumen, was ich will?
Ich würde zuerst meine größten Wünsche befriedigen: Ich würde Paläste erfinden, ich würde bei Banketten schmausen und dabei Musikern zuhören und Tänzerinnen zuschauen, ich würde lieben wie noch nie,.....
... ich würde in den Raum fliegen und die Milchstraßen betrachten.
Ich würde in den Kern des Atoms eintauchen, um die Elektronen herumwirbeln zu sehen.
Es würde passieren, dass ich ein wenig die Würze des Abenteuers spüren möchte, indem ich beispielsweisevon einer gefährlichen Bergbesteigung träume oder davon, dass ich irgendeine Prinzessin aus den Fängen eines Drachen rette ODER nocht besser:

ich stürze mich in einen unvorhersehbaren Traum, bei dem ich nicht weis, was mir passiert. Wenn das einmal begonnen hat, kann mein Wagemut nur noch wachsen.
Ich würde dann vollständige Leben von siebzig Jahren im Zeitraum einer Nacht träumen wollen oder träumen, dass ich überhaupt nicht träume, dass ich nie wieder aufwache, dass ich mich vollkommen in den Labyrinthen des Geistes verirrt habe;
und am Ende wäre ich so verängstigt, dass die Erleichterung des Aufwachens wunderbarer wäre als die wunderbarsten Träume..."

Somit würde das große Ganze (Tao,Brahma,Fimbultyr?) all die Universen / Sphären / lichten und dämonischen Hierarchien (egal ob man sie Odin, dreifache Göttin, Vishnu, Jesus, Allah usw nennt) nur aus welchem Grund geschaffen haben?
Um zu überleben? Um sich zu unterhalten - wie die Veden sagen -> das große Theaterspiel? Um sich zu erweitern und aus sich selbst zu wachsen - zu lernen?

Der vedische Gelehrte würde jetzt wohl zu mir sagen: Diese Fragen sind Teil der Maya um den Geist zu verwirren...

Kompliziert, kompliziert....  :federschreib:
« Letzte Änderung: August 19, 2010, 18:28:25 von Belenus »
Den Sinn des Lebens zu kennen ist nicht schwer. Die Schwierigkeit besteht vielmehr darin, nach dem Sinn zu leben.