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Autor Thema: Damanhur  (Gelesen 9678 mal)

Mc Claudia

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Damanhur
« am: Juni 26, 2012, 16:17:56 »
Hi,

gestern auf ATV war was über moderne Gurus. Ein Teil der Sendung beschäftigte sich mit der spirituellen Gemeinschaft Damanhur. Das ist eine Community von einigen 100 Leuten, die seit den 1970ern im Piemont / Italien ein riesiges Stück Land in so eine Art spirituelles Schlaraffenland umgestaltet haben und dort nach eigenen ökologisch-esoterischen Regeln unter der Führung von Oberto Airaudi (Nickname "Falco") leben.

Vor allem die Gartengestaltung (viele Labyrinthe, Verweilstätten, Tempel) sowie auch der riesige labyrinthartige unterirdische Tempel der Menschheit haben mich fasziniert. Also hab ich gleich mal geguckt, was die so über sich im Web schreiben:

http://www.damanhur.de/

Da ich ein großer Fan bin von schönen Gärten und geiler (spiritueller) Architektur, hab ich sogar mit dem Gedanken gespielt, das mal als Touristin anzugucken. Die Tempelanlagen sind wirklich ein Wahnsinn. Die Bewohner von Damanhur haben die Tempelhöhlen eigenhändig gebaut - allerdings illegal und im Geheimen. Allein die Monumentalität und Schönheit der Architektur haben die Höhlen vor dem staatlichen Abriss beschützt.

Im Fernsehen haben die Interviewten versichert, dass sie demokratisch lebten, eine eigene Währung haben und ein ökologisch-friedliches Gegenkonzept leben, um so eine Art spirituelle Zukunftsweisung zu sein. Die Bewohner/-innen der Anlage leben in Nukleus genannten Einheiten, autonom, und es gibt keinen Glaubenszwang. Alle schauten sehr fröhlich und ausgeglichen aus. Und man bekam als Zuseherin den Eindruck, als handle es sich um eine nette Hippie-Kommune, wo sich jede/r nach seiner Fasson in grandios schöner Umgebung verwirklichen kann.

Auch die offizielle Website macht den Eindruck.

Bei soviel Lobhudelei bin ich aber - trotz der geilen Tempel - natürlich misstrauisch. Wenn alles nur toll und gut beschrieben wird, untermauert von pseudowissenschaftlichen und esoterischen Lehren, bin ich vorsichtig. Und gut wars. Nach einigen Klicks habe ich dann auch eine Damanhur-kritische Seite gefunden, die von Aussteigern der Community betrieben wird:

http://damanhurinsideout.wordpress.com/about/

Also alles nicht mehr so schön rosig. Die Meinungsfreiheit hat ziemlich krass Grenzen, der angeblich demokratische Prozess läuft nur unter der Fuchtel des Übermenschen Falco, die Anlage ist mit Securitys gesichert - wer drin wohnt hat nicht immer die uneingeschränkte Freiheit jederzeit nach Belieben zu gehen (jedenfalls nicht ohne üble Nachrede der anderen), die Community hat offenbar auch Steuern hinterzogen, und es gibt einen magisch-spirituellen Stufenplan, der einiges kostet - bis zur Erleuchtung. Ähnlich wie in einem Kloster muss auch jedes Vollmitglied alle seine Besitztümer an die Community abtreten.

Jetzt frag ich mich - warum bei  Noreias Titten müssen die geilen großen Tempel und Sakralgebäude so oft mit religiösem Zwang einhergehen? Da freut man sich beim TV-Gucken, dass es eine demokratische Gemeinschaft gibt, die so geniale Sachen gebaut hat, und bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das ganze als Psycho-Kult. Toll.

Ich will einen so großen schönen geilen Tempel für alle haben, ohne Psycho-Dings, ohne Pflicht-Dogmen, für alle frei zugänglich und ritualisierbar. Kann mal bitte jemand einen Lotto-6er machen, damit wir uns so ein Teil bauen können - ohne dafür erst eine gleichgeschaltete Sekte zu werden. :goofy:  :grummel:  :grummel:  :grummel:

Meine Urlaubsplanung ins Piemont werde ich jedenfalls überdenken. Auch wenn’s mich schon reizen würde, diese Anlage mal zu besuchen ...

Liebe Grüße

Mc Claudia
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »

Baldur

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Re: Damanhur
« Antwort #1 am: Juni 27, 2012, 08:16:45 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Hi,
...müssen die geilen großen Tempel und Sakralgebäude so oft mit religiösem Zwang einhergehen? ...
Ist doch sonnenklar, wenn du nciht genug Leute hast, die dir ihren Besitz überlassen, hast du nicht genug Kohle dafür.
Und dazu brauchst du nicht mal eine Sekte, überleg mal wie die Kirche an all die Besitztümer gekommen ist....
Zitat
...damit wir uns so ein Teil bauen können - ohne dafür erst eine gleichgeschaltete Sekte zu werden ....
Was glaubst du, wo du gerade bist, lies mal das Kleingedruckte im Mitgliedsantrag (ich meine den kleinen schwarzen Punkt links unten in 0,1 Pixel-Schrift)  :D . :flucht:

asaheil ok vana
Baldur

PS: Aus Findhorn ist auch nichts anderes geworden, leider ( http://www.findhorn.org/ )
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Herdwart des Eldaring für Österreich
Ich bin nicht Asatru weil ich einen Hammer trage,
ich trage einen Hammer weil ich Asatru bin.
http://www.asatru.at
„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir

Giles

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Re: Damanhur
« Antwort #2 am: Juli 02, 2012, 12:59:47 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Jetzt frag ich mich - warum bei  Noreias Titten müssen die geilen großen Tempel und Sakralgebäude so oft mit religiösem Zwang einhergehen? Da freut man sich beim TV-Gucken, dass es eine demokratische Gemeinschaft gibt, die so geniale Sachen gebaut hat, und bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das ganze als Psycho-Kult. Toll.

geh jetzt fahr mal hin und schau es dir selber an. die geäußerte kritik scheint mir nicht über das zu gehen, was immer kommt: steuerhinterziehung, verstösse gegen die bauordnung, kurpfuscherei, "die sind gar nicht alle so lieb" - solche gschichten würde ich eher relaxed sehen. auch dass ein guru seine aktuellen gefährtinnen protegiert ist nicht sooo überraschend. wenns weiter keine vorwürfe gibt, dann schreckt mich das noch nicht.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
homo homini lupus

Mc Claudia

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Re: Damanhur
« Antwort #3 am: Juli 02, 2012, 13:58:11 »
Also falls ich mal in die Gegend dort komm, würd ich mir den Tempel auf jeden Fall angucken.

Aber als Verfechterin einer offenen Gesellschaft und von offenen Ideologien (im Gegensatz zu geschlossenen - nach Popper's Definition) reagiere ich sehr abwehrend, wenns da um Gurutum geht. Da bin ich sehr sensibel drauf. Oder anders gesagt: In meinem Weltbild fangen bedenkliche Ideologien nicht erst bei physischem Zwang an sondern schon um einiges weit vorher.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »

Giles

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Re: Damanhur
« Antwort #4 am: Juli 03, 2012, 10:45:50 »
ich glaube das ist ziemlich einfach: ohne guru keine tempel  :D
willst Du tempel dann bleibt Dir der guru nicht erspart...
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
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Re: Damanhur
« Antwort #5 am: Juli 03, 2012, 15:29:57 »
naja - genau das bezweifle ich irgendwo.

Tatsächlich gibts viele Möglichkeiten, wie man zu einem Tempel kommt:

1. Ich habe die Kohle selbst (schönwärs) (oder ein anderer einzelner), baue meinen Tempel und mach damit was ich will - ich würde ihn der Öffentlichkeit zugänglich machen und versuchen eine demokratische Möglichkeit zu finden, dass interessierte Gruppen dort ihre Rituale abhalten können.

2. Unser Verein hat genug Geld (träumweitermcclaud) und beschließt in einer Abstimmung, einen Tempel zu bauen. Weiters wird demokratisch beschlossen, wer ihn unter welchen Bedingungen wie nutzen darf.

3. Eine religiöse Gruppierung baut sich einen Tempel und bestimmt, wie er genutzt wird.

4. Archäologen rekonstruieren einen Tempel. (wie z.B. der in Asparn oder auf der Gurina) Ob da Heiden was größeres veranstalten dürfen, ist fraglich - für kleine Andachten geht das aber immer.

5. Man besucht archäologische Tempelruinen und macht dort was (so man darf).

6. Wir suchen uns als Verein einen schöngeistigen Sponsor, der uns einen Tempel finanziert.

7. Tempel als gartengestalterisches architektonisches Kleinod (z.B. Husarentempel bei Mödling oder Concordiatempel in Laxenburg oder Theseustempel im Burggarten oder Baumkreis am Himmel) Zumindest kleine Rituale kann man da sicher machen.

usw. Das Vorhandensein eines Tempels kanna uch aus säkularer Quelle (Archäologie) kommen. Wenn man was eigenes will, braucht man vor allem das nötige Kleingeld.

Und ich bin sicher, dass, wenn ein demokratischer Einzelner oder ein demokratischer Verein so ein Ding baut und zur Verfügung stellt, das ganz ohne Guru abgeht.

Außer bei Punkt 3, wo die religiöse Gruppe das Sagen hat, gibt es in allen anderen Fällen jedenfalls keine religiösen Vorgaben - sehr wohl aber Hausrecht und gesetzliche Vorgaben.

Das Gebäude „Tempel“ (bzw. ein heiliger Bezirk oder was auch immer man da bauen will) ist also nicht gezwungenermaßen an eine Glaubensgruppe gebunden sondern kann auch ganz öffentlich sein oder für viele verschiedene Richtungen zur Verfügung stehen.

Eines ist natürlich klar: Eine einheitliche Glaubensgruppe kann erwiesenermaßen aufgrund des starken ingroup/outgroup-Denkens wesentlich mehr Engagement, Spendengeld und Selbstaufopferung für die Tempelerschaffung als Ressource nutzen. Das ist das Manko von offenen, demokratischen Gesellschaften - dass das Einheitsgefühl und die damit verbundene Aufopferung für ein Gemeinschaftsprojekt eher weniger vorhanden ist.

Aber lieber besuche ich weiterhin als Heidentouristin andere Tempel und mach dort meine persönlichen Andachten, bevor wir als Feuerkreise eine Sekte werden. :D :D
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Giles

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Re: Damanhur
« Antwort #6 am: Juli 04, 2012, 07:50:55 »
zusammengefasst verstehe ich Deine argumentation: ohne deus ex machina bleibt nur die variante, in der Du sicher bist, dass "wenn ein demokratischer Einzelner oder ein demokratischer Verein so ein Ding baut und zur Verfügung stellt, das ganz ohne Guru abgeht".
das schaue ich mir gern im kopfkino an, die ö. heiden bauen einen tempel:
nach langen diskussionen ob die pläne in deutsch, englisch, alpenslawisch oder rätoromanisch zu verfassen sind, beginnen sagen wir insgesamt 10 gruppen a 3 bis 15 personen mit dem tempelbau. da man sich nicht abgestimmt hat, scheitern 50% an der anreise zur baustelle. die anderen 50% beginnen dort zu bauen, wo sie gerade sind, "weil es sich richtig anfühlt" und werden nach einigen tagen von einem gewitter überrascht, was weitere 40% an manpower kostet.  Nach zwei wochen fahrn die letzten wackeren metze nach hause, vergessen aber einen im wald, der einen fungiziden weg der kommunikation mit dem tempel der zukunft suchte. dieser vergessene baut dann alleine in 15 jahren einen völlig durchgeknallten tempel. als er ihn der öffentlichkeit vorstellt und um kleine spenden für den eintritt bittet wird ihm gewinnsucht, egoismus, guru-tum vorgeworfen, die ö. heidenszene boykottiert den tempel einstimmig wie sonst nie.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
homo homini lupus

Mc Claudia

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Re: Damanhur
« Antwort #7 am: Juli 04, 2012, 09:40:37 »
Hi Giles,

*gggggggggggg* Das wäre natürlich das Schlimmste, was passieren kann.

Tatsächlich bin ich der Meinung, dass ein "gemeinsamer" heidnischer Temeplbau - mit uns verschiedenen - nicht geht, weil, wie Du richtig sagst, jede/r andere Vorstellungen und Glauben hat. Ich würde z.B. auf einen gallorömischen Umgangstempel oder einem la Tène-zeitlichen Heiligtum bestehen, Wiccas und Neodruiden würden sich vielleicht eher was in der Art von Stonehenge wünschen, Germanenfans würden vielleicht eine Stabkirchen-artige Version bevorzugen, Göttinnengläubige stellten sich vielleicht was in der Art von Catal Hüyük oder Malta vor, die Fans der klassischen Antike wollen natürlich einen typischen klassischen Tempelnachbau und würden notfalls den Theseustempel besetzen, Naturspirituellen würde es reichen, einfach ein Stück Wald zu kaufen und es zum heiligen Hain zu erklären, Magier aller Art wollen verschwiegen sein und lieber was Abgeschiedenes, Unterirdisches, wo man nur nach einmonatiger Aufnahmeprüfung ran darf usw.

Praktisch würde ich sagen - wer die Kohle hat, hat das Sagen. Das ist mal so. Wenn also eine Wiccanerin einen Lottogewinn macht und einen offenen Tempel für alle baut, wird sie ihn Wicca-mäßig bauen, und alle, die den Tempel nützen und besuchen wollen, werden sich schlicht damit abfinden müssen. So stellte ich mir das vor.

Sollten tatsächlich die Feuerkreise als Verein die Ressourcen haben, so ein Projekt umzusetzen, müssten wir eine ARGE aller in Frage kommender Gruppen machen, und letztlich würde ein Allzweckbau rauskommen, der möglichst niemandes religiöse Gefühle verletzt. Oder gleich ein Park des Heidentums, wo verschiedene kleine Tempel drinnen stehen (das wäre mein Traum!).

so in der Art

liebe Güße  

Mc Claudia
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »

Athunis

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Re: Damanhur
« Antwort #8 am: Juli 18, 2012, 16:10:12 »
mein "vorstellung" wäre es, eine kirche zu kaufen und sie  zu einem heidnischen tempel umzuwidmen. dürfte ja bald so weit sein, das die kirchen ihre gebäude zum verkauf feilbietet *harhar* eine umkehrung der geschichte und ein begleichung der rechnung.

weiters könnte man das meiste inventar gleich an ort und stelle mitbenutzen.

by the way einen interessanten paganen tempel gibt es auch in thessaloniki.
http://prometheia.wordpress.com/2009/01/09/naos/

dazu würde ich noch die christlich umgewidmeten tempel und plätze nehmen in denen sich auch einiges machen lässt.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
"...Licht, Rum, Tabak, Glaube und die Probleme sind gelöst..."

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Mc Claudia

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Re: Damanhur
« Antwort #9 am: Juli 18, 2012, 16:42:43 »
Das wäre auch eine Möglichkeit. Wenn wir noch lang genug warten, schmeißens uns die Kirchen vielleicht sogar fast gratis nach!  :D
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AnufaEllhorn

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Re: Damanhur
« Antwort #10 am: Juli 19, 2012, 10:04:21 »
Well met, McClaudia ;)

Fast gratis leider ned - im Zuge meiner Auswanderbestrebungen in den 90ern hatte ich in Irland so einige Kirchen im Angebot (und die waren alles andere als günstig) und später dann in Wales gab´s ebenfalls nen Haufen zu kaufen. Also an einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kann´s ned gelegen haben ... vor allem, wenn mensch dran denkt, dass es da meist keine Heizung drinne gibt etc ppp
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Bright blessings
Anufa

barbara

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Re: Damanhur
« Antwort #11 am: August 27, 2012, 22:30:37 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Das wäre auch eine Möglichkeit. Wenn wir noch lang genug warten, schmeißens uns die Kirchen vielleicht sogar fast gratis nach!  :D

die Kirche wär wohl noch nicht mal das Problem, aber nachher hast du den Denkmalschutz am Hals. Das Einzige, was da noch möglich wäre, wären ein paar Satanskulte, die hoch und heilig versprechen müssen, nichts zu verändern an Bauwerk und Deko, ausser dass sie die Kreuze umdrehen, sodass es für ihre Zwecke nun passt.  8)

grüsse, barbara
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Geza

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Re: Damanhur
« Antwort #12 am: August 30, 2012, 12:11:17 »
Hier wird nur von einem Gebäude geredet und wie es aussieht oder wer es nutzen kann.  Ein Tempel ist aber etwas ganz anderes, es ist ein Ort einer bestimmten religiösen Andacht und eines bestimmten Kultes. Ein Tempel, den ganz unterschiedliche Gruppen für völlig unterschiedliche Rituale nutzen, so ein Tempel erfüllt seinen Zweck nicht. Denn da wird keine ganz bestimmte Kraft aufgebaut (in einem Baldr-Tempel also z. B. die Kraft Baldrs), sondern entgegengestellte Kulte (z. B. ein Hödur-Kult) oder Menschen, die keine Kraft geben, aber umso mehr abziehen, würden jede Kraft nehmen oder zunichtemachen.
Wenn ich in einen Farbtopf alle Farben hineinwerfe, erhalte ich nicht eine bestimmte gewünschte Farbe, nicht einmal "bunt", sondern ein schmutziges "grau".
Ich werde mich also hüten, in einem Tempel einen Kult zu halten, der den Zweck hat, Kraft aufzubauen, wenn dann andere in genau demselben Raum machen dürfen, was sie wollen - im ungünstigsten Falle unsere Kraft abziehn.

Lichtgruß,
Geza
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Mc Claudia

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Re: Damanhur
« Antwort #13 am: August 30, 2012, 15:05:06 »
Ein Tempel ist das Haus eines oder mehrerer Gottheiten. Ich glaube nicht, dass Menschen imstande sind, die Kraft der Gottheiten in ihrem Haus "abzuziehen". Das würde die Macht der Gottheit wohl ziemlich infrage stellen, nicht?
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