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Autor Thema: Welchen Weg geht ihr?  (Gelesen 10279 mal)

StefanPapp

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Welchen Weg geht ihr?
« am: Februar 20, 2013, 22:05:44 »
Hallo,


Fühlt ihr euch eher dem rechtshändigen oder linkshändigen Pfad zugetan? (Für diejenigen, die den Begriff nicht kennen: Eine Erklärung: http://stefan-papp.at/LHP/)

lg
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Athunis

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #1 am: Februar 20, 2013, 22:29:37 »
gut das du die erklärung angehängt hast, ich kenn unter linker und rechter weg etwas komplett anderes.
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
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Nachtfalke

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #2 am: Februar 21, 2013, 08:48:24 »
Zugetan ja, aber ob ich ihn tatsächlich gehe?*
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Gruß,
Nachtfalke

"Wenn du etwas riskierst, dann lebst du vielleicht nicht lange. Aber solange du lebst, ist dein Leben wirklich großartig. Ein Leben ohne Risiko ist sowieso nicht real." (Charles "Chongo" Tucker III)

julia

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #3 am: Februar 21, 2013, 09:07:33 »
Ich finde Deine Gedanken zu dem Thema interessant und freue mich schon auf spannende Diskussionen am Baba Jaga!   ;)

Persönlich kann ich mich mit einer solchen Einteilung nicht wirklich anfreunden. Soweit ich Dich richtig verstanden habe, geht es Dir aber eher um Tendenzen des eigenen Handelns/des eigenen Weges, oder?

Alles Liebe,
Julia
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„Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden, aber nicht einfacher. “
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Mc Claudia

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #4 am: Februar 21, 2013, 15:59:04 »
Also ich kenn links- und rechtshändige Wege v.a. aus dem Tantra und dann auch aus der Magie. Ich schließe mich da eher der Wikipedia-Definition an:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pfad_zur_linken_Hand

Die linkshändigen Sachen sind die satanischen, die Tabus, die man bricht, die Individualisten, die sich selbst aus sich selbst heraus befreien. Sex, Drugs & Rock'n'Roll oder so ähnlich. Die Extremisten, Bluttrinker, Menschenknochenverwender, Menschenopferer, die, die heiligen Sex praktizieren, usw. Die, wo die linke Seite, die linke Hand als heilig gilt.

Die rechten sind die Braven, die wo die rechte Seite/Hand als heilig gilt. Die, die Tabus achten, die auf Reinheit (im religiösen Sinne) achten, wo Sex nicht als religiöser Akt gilt, die magischen Vegetarier sozusagen. Die, die Nächstenliebe praktizieren und Mitgefühl. Wo aber auch viel Bigotterie dabei rauskommt.

Von der feministischen Seite her (Göttinnen, Frauen), von der liberalen Seite her (Magie - alles ist möglich), bin ich definitiv linkshändig. Vom rein religiösen und teilweise von der Ethik bin ich eher rechtshändig. Ergo: Ich geh in der Mitte.
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dagaz

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #5 am: Februar 22, 2013, 01:06:39 »
ich glaub, ich geh einen beidhändigen weg..  :gruebel:  oder einen bihändigen?
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StefanPapp

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #6 am: Februar 22, 2013, 07:32:57 »
Danke für eure Antworten.

@McClaudia: Ich war früher auch in linkshändigen Gruppen dabei. Dass Thema Tabubrechen ist bei vielen ein Wunschdenken. ;) Viele glauben einfach, dass wenn sie einer dunklen Gottheit folgen, dass sie deswegen auch mystisch, geheimnisvoll und manchmal auch ein wenig böse sind.

Hört sich jetzt auch sehr vereinfacht an: Die wesentliche Frage ist und bleibt für mich: Willst du über dich hinauswachsen, lernen und neue Wege gehen, dich verändern -> Linkshändig. Willst du bleiben, wie du bist -> rechtshändig.

Ein weiteres perfektes Beispiel für den LHP wäre aus meiner Sicht übrigens Timothy Leary.
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Nachtfalke

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #7 am: Februar 22, 2013, 10:57:33 »
Die Frage sie sich mir dabei stellt ist, welchen Antrieb solche Menschen die den LHP gehen, haben...
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Gruß,
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Athunis

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #8 am: Februar 22, 2013, 12:06:35 »
im grunde genommen ist das eh eine zu starre ansicht... typisch westlich halt... links rechts, gut, böse, oben, unten, dunkel hell.. langweilig *g*
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Funkelchen

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #9 am: Februar 22, 2013, 16:16:42 »
Ein interessantes Thema !  :)
Also was mich betrifft: Ich gehe (oder versuche es zumindest) den Mittelweg. Bin nicht satanisch und nicht die "Brave".
Vom Standpunkt der schwarzen oder weißen Magie würde ich mich als "grau" bezeichnen. Und der Ausspruch "Mach was Du willst - und lebe mit den Konsequenzen" ist auch in meinem Sinne.
lg
 :flamm:
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Nachtfalke

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #10 am: Februar 22, 2013, 21:36:43 »
Zitat von: "Funkelchen"
"Mach was Du willst - und lebe mit den Konsequenzen"
Mit den Konsequenzen muss ich sowieso immer leben. Egal ob ich nun LHD oder RHP gehe.
Der Unterschied meines Erachtens stellt sich also folgend: habe ich den Drang aus mir heraus zu wachsen, mich konstant weiterzuentwickeln und mein Ding zu machen? (LHP)
Oder bleibe ich irgendwann, irgendwo stehen und begnüge mich vordergründig damit, dass ich "eh anders" bin als die anderen und verweigere den Fortschritt, weil ich zu bequem bin oder zu viel Angst habe eine Entscheidung zu treffen (RHP)...  z.B. den Job aufgeben und sich etwas neues suchen, abnehmen, Sport betreiben, mit einem Suchtmittel aufhören, den Leuten direkt ins Gesicht sagen was ich mir denke und damit nicht ewig und drei Tage warten - einfach die Konsequenz aus meinem Handeln zu ziehen und dran bleiben.    

Ich glaube es gibt viele Menschen die gerne den LHP gehen würden bzw. diesen einige Zeit lang gegangen sind - dann irgendwann aber vor Problemen standen und damit aufgehört haben - es ggf. aber noch immer glauben ihn zu gehen.
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Gruß,
Nachtfalke

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Athunis

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #11 am: Februar 23, 2013, 11:44:34 »
erfahrungsgemäß würde ich den LHP nicht diese zurodnugnen machen: über sich hinauswachsen, weiterentwicklung und die rechte seite mit stagnation und stehen bleiben assoziieren. es geht genausogut anders herum.
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dagaz

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #12 am: Februar 24, 2013, 02:17:44 »
Zitat von: "StefanPapp"
Willst du bleiben, wie du bist -> rechtshändig.

- Ich will so bleiben, wie ich bin!
- du darfst!  ;)

na echt jetzt? an sich arbeiten kann doch nicht schwarzmagisch sein...

Zitat von: "StefanPapp"
Ein weiteres perfektes Beispiel für den LHP wäre aus meiner Sicht übrigens Timothy Leary.

na echt jetzt? ich fand ihn immer eine lichtgestalt. halt ein bisserl strange, dass er seinen kopf hat einfrieren lassen, in der hoffnung, irgendwann wieder zum leben erweckt zu werden.
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StefanPapp

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #13 am: Februar 24, 2013, 07:46:57 »
Ich erhebe ja mit meiner Interpretation keinen Anspruch auf Richtigkeit.

Jede Extremerfahrung verändert dich (außer du blockst alles weg). Für mich sind diese Extremerfahrungen, die teilweise in klassischen schwarzmagischen Gruppen gesucht werden, nur ein Teil des Strebens nach persönlichem Wachstum. Wer nach Veränderung strebt, wird irgendwann ziemlich eingeschränkt sein, wenn es nur um sexuelle Tabus zu hinterfragen oder um das Brechen von Konventionen geht.

Das persönliche Wachstum als zentrales Element des LHPs zu sehen, kommt übrigens nicht nur von mir. Wer sich zum Beispiel mit dem Temple of Set beschäftigt und nach Begriffen wie Xeper sucht, wird hier auch eine Sicht eines Ordens, der sich zum LHP bekennt, sehen. Xeper bedeutet dort Werden und könnte vereinfacht auch mit "Persönlichkeitsentfaltung" oder Charakterentwicklung erklärt werden. Auch auf der Webseite von Dragon Rouge wird eine ähnliche Sicht präsentiert: "Der andere Pfad ist der Pfad der linken Hand. Er betont das Einzigartige, das Abweichende und das Exklusive. Seine Methode ist dunkle Magie und Antinomianismus (gegen den Strom schwimmen). Das Ziel besteht darin, ein Gott zu werden" (und das geht nicht, indem man so bleibt, wie man ist :))


Somit, ja Dagaz, gestützt auf meiner Interpretation und einer möglichen Interpretation von LHP von zweier Orden, müsstest du schwarzmagisch arbeiten, um über dich als Individuum hinauszuwachsen. Wobei ich natürlich eingestehe, dass die Interpretation "Mit Gott zu verschmelzen zu versuchen" von RHP, ja auch eine Veränderung ist und Veränderung alleine nicht das Kernthema ist.

Wenn jemand also z.B. sagen würde, er ist als Individuum komplett mit sich selbst zufrieden, will nichts mehr dazulernen, aber auch nichts von seiner eigenen Weisheit verlieren.... ich persönlich würde das als den  klassisch österreichischen Weg sehen. Er  wird oft auch von der Bourgeoisie gegangen, speziell in ländlicheren Gegenden merkt man eine regelrechte Veränderungsresistenz. Aber es wäre vermessen, diesen Begriff mit dem Bürgertum gleichzusetzen. Auch anderen, dem Bürgertum entfernten Kreisen, kann dieses Prinzip (wertfrei betrachtet) verbreitet sein. :)

Leary ist für mich die Person schlechthin, die sich mit persönlicher Weiterentwicklung auseinandergesetzt hat. Ich erinnere mich an ein Zitat von ihm "Dass schlimmste, was dir bei einem Tripp passieren kann, ist dass du dich nicht veränderst." Vom Auftreten als Hippie-Gestalt und bunter Vogel war seine äußere Erscheinung nicht dem, was einem klassischen dunklen Menschen entspricht(Es gibt übrigens in LHP Orden viele Leute, die nicht dem klassischen Archetyp des dunklen Magiers entsprechen). Doch von seiner Mission vertritt er meiner Meinung nach genau das Prinzip, was LHP ist.
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barbara

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Re: Welchen Weg geht ihr?
« Antwort #14 am: Februar 24, 2013, 11:31:22 »
ich will die Gegensätze integrieren und zur Nicht-Anhaftung gelangen.

und ich tue, was ich will. Ich tue nicht Dinge, um einer Konvention zu entsprechen - oder auch, um eine Konvention um jeden Preis zu brechen. Ich tue, was ich mit besten Wissen und Gewissen für richtig halte. Meist befindet sich das völlig im konventionellen Rahmen (Steuern bezahlen, Nachtruhe einhalten, unauffällige Kleidung, Pünktlichkeit...), und manchmal sind das Dinge, die andere Leute schräg finden oder sogar mal leer schlucken lassen.

Ich strebe den Weg der Seele an, mit dem Ego als Diener und Werkzeug - nicht umgekehrt. Das ist der einzige Punkt, wo ich eine klare Präferenz habe.

grüsse, barbara
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