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Nachrichten - barbara

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Meine, Deine, Unsere Tradition – ÖFFENTLICH / Re: Hexen-FAQ
« am: Juni 03, 2012, 11:22:03 »
Zitat von: "Igraine"
Beim Wort Lichtarbeiter bekomm ich die Beulenpest......

das muss ja massiv magisch wirken, dieses Wort, wenn es solche Effekt erzielt.
Achtung, ich sag's gleich nochmals: Licht-ar-beit.  

hat jemand überlebt? :ugly:

grüsse, barbara

47
Meine, Deine, Unsere Tradition – ÖFFENTLICH / Re: Hexen-FAQ
« am: Juni 02, 2012, 08:00:00 »
Zitat von: "Nemokiddy"
Also: Was unterscheidet denn nun eine Hexe von den oben genannten Gruppen? Was macht denn nun aus einem Esoteriker eine Hexe? Hängt das nur davon ab, wie man sich selbst bezeichnet oder geht es darüber hinaus?

Problem ist, es gibt keine offzielle verbindliche Sprachregelung mit klaren Abgrenzungen zwischen den Gruppen.

für mich ist "Hexerei" eher Alltagsmagie, traditionell eher Frauentätigkeit - also beim Kochen, beim Putzen, beim Bezahlen der Rechnungen noch jeweils so einen kleinen Energieschubser geben. "Heile heile Segen" singen wenn das Kind sich verletzt. Die Gewürze und Kräuter kennen und die Küche als erstes und grundlegendstes Heilmittel für die Familie bewusst nutzen. An Krankenbetten und Todesbetten und bei Geburten dabei sein, diese existenziellen Situationen kennen und mit ihnen klug umgehen können.

"Magier" ist für mich theatralischer, mehr Show: wallende Roben, Zauberstäbe, Pentagramme, lange und ausgeklügelte Rituale, abrakadabra, Dämonenbeschwörung... Ich bin das Buch über die Magie von Eliphas Lévi am Lesen (immer noch, ich hab von etwa einem Jahr angefangen), darin werden Rituale beschrieben, die teils extrem aufwendig sind. zB sich Nüsse von einem Baum zu besorgen, der in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt geblüht hat. Den muss man erst finden, diesen Baum, und dann noch den richtigen Moment für die Nüsse erwischen!

Schamanen kommen aus dem Bereich der naturreligiösen kleinen Völker, soll's aber auch in modernen Versionen geben, urbane Schamanen quasi.

Lichtarbeiter suchen das Licht, das Helle, das Bewusste.

Esoteriker ist ein reichlich schwammiger Überbegriff, der des öftern als Gegensatz zu Naturwissenschaftlern benutzt wird, obwohl es natürlich auch Naturwissenschaftler gab und gibt, die Esoterik betreiben - Newton, zum Beispiel war auch Alchemist, oder Wolfgang Pauli interessierte sich sehr für Esoterik.

... aber andere Leuts würden das wohl anders definieren.

Möglich wäre, in einer FAQ die verschiedenen Aspekte zu beleuchten und aufzuzeigen, was es da alles an Haltungen und Möglichkeiten gibt?

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Juni 02, 2012, 07:19:12 »
Zitat von: "Crysalgira"
festgestellter Maßen sind diese eher Lernunwilligen aber ganz schnell bereit, etwas Hilfreiches zu lernen, wenn der "Leidens"- oder "Herausforderungs"- oder "Problem"druck groß genug ist ...

wobei ich immer wieder staune, WIE VIEL gewisse Menschen an Unannehmlichkeiten und Beschwerden bis hin zu ernsthaften Krankheiten hinnehmen, bloss um nicht ihrem Thema auf den Grund zu gehen... Der Punkt des "ganz schnell bereit seins" kann je nachdem Jahre oder Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Juni 02, 2012, 07:15:40 »
Zitat von: "Mc Claudia"
ich glaub, ich hab Dein Seelenkonzept schon verstanden, nur hast Du Dich halt widersprochen. Denn wenn Seele der Ich-Teil ist, der zwecklos Dinge tut, also, nicht als Mittel zum Zweck, wäre die Seele eines Mörders, der zweckfrei mordet mit dem Mord einverstanden, weil es zweckfrei ist.

ich halte es nicht für möglich, dass es so etwas wie "zweckfrei morden" gibt, auf ähnliche Weise wie es "zweckfrei ein Bild malen" oder "zweckfrei Kuchen backen" gibt.

Morden ist etwas, was uns Menschen im Allgemeinen so sehr instinktiv widerstrebt (was das Militär immer wieder vor grosse Probleme stellt, dass Soldaten nicht auf den Feind schiessen sondern extra daneben), dass es nur getan wird, wenn zur Überwindung dieses Widerstrebens ein genügend grosser Gewinn winkt. Muss nicht Geld sein, natürlich, es kann genauso gut ein Kick fürs Ego sein. sexuelle Befriedigung. Was auch immer.


Zitat
Andererseits hast Du aber gesagt, dass die Seele sehr wohl ethisch/moralisch ist als Instanz,

nein, das ist nicht, was ich sage, das ist, wie du es interpretierst. Ich halte die Seele nicht für moralisch - auf alle Fälle nicht für moralisch im konventionellen Sinn.

Zitat
was aber dann nichts mehr mit Zweckfreiheit zu tun hat. Denn wenn ich jemandem helfe, weil es auch mir gut tut, dann wäre das auch egoistisch, aber trotzdem gut, weil ich ja helfe. Ist das dann nun Seelensache oder nicht?

Wenn du hilfst, weil es dir gut tut, ist Egosache.

Wenn du hilfst, weil du siehst, dass da grad Hilfe nötig ist und du überlegst nicht weiter sondern tust es einfach, das ist Seelensache.

Es können durchaus beide Ebenen parallel bestehen und einen Einfluss haben auf deine Entscheidung.


Zitat
Und ja, ich habe schon verstanden, dass die Seele in Deiner Philosophie ein höheres Selbst-Etwas ist, das am spirituellen Weiterkommen des Menschen interessiert ist, nicht aber an seinem Wohlbefinden.

Seele ist nicht sehr am irdischen Wohlbefinden interessiert, stimmt. Also nicht an jener Art von Wohlbefinden, die aus einem vollen Magen und einem warmen Bett und dem dicken Portemonnaie und der Anerkennung der Gesellschaft stammt.

Seele ist daran interessiert, sich auszudrücken, was auch eine Art von Wohlbefinden ist, aber halt eben eine andere Art. Seele ist jener Teil von uns, der fähig ist zu Kunst und Kreativität


Zitat
Aber daran glaube ich halt nicht. Für solche Dinge sind in meiner Philosophie Gottheiten verantwortlich, wobei ich aber auch skeptisch wäre, wenn mir eine Gottheit verklickern will, dass es GUT ist, wenn ein Mensch leidet (weil es für sein Weiterkommen dienlich sei)....

Niemand sagt, dass Leiden per se GUT ist.

Es mag durchaus sein, dass die Seele gewisse Entwicklungen während eines Lebens vorgesehen hat, Ego seinen Hintern aber trotz mehrfacher (noch) sanfter Aufforderungen nicht in Bewegung kriegt, und dann gibt's eben halt mal eine etwas kräftigere Aufforderung. Es ist ja die Regel, dass viele Leute x-mal die Zeichen des eigenen Körpers und auch Hinweise von andern Leuten *überhören*, die zu Recht sagen: so kannst du nicht weitermachen, du rennst mit vollem Tempo in eine Wand hinein. und irgendwann ist die Wand eben da, und mit ihr der Burnout, die Depression, die chronische Krankheit oder was es halt dann ist.

Das kommt, wenn man (nach buddhistischer Sprechweise) anhaftet an seinem beruflichen Erfolg, der Karriere, an Dingen, die man glaubt, irgend jemandem beweisen zu müssen, und dabei sich selbst ganz vergisst.

Man kann's auch Gottheiten nennen, also psychische kollektive Grundkräfte, aber die sind auch im Grunde wieder ICH. Der Mensch ist ein Mikrokosmos, eine kleine Welt, mit allem was dazu gehört, inklusive eingebauten Göttern.

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 26, 2012, 09:49:36 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Ja, weil Ego ist Latein und heißt übersetzt Ich. Ein Ich-Ego ist also eine Verdoppelung, wie wenn man sagen würde Blaue Blue Jeans.

jo das ist die Sprachlogik.  Die Sachlogik ist etwas anderes. es gibt Leute, die von schwarzen Blue jeans reden, weil "Blue Jeans" Schnitt und Material und Machart meint und "schwarz" die Farbe.

Und es  gibt verschiedene Varianten und Aspekte von "ich" und da muss man halt irgendwie eine Sprachregelung finden, um zu definieren, welche Sorte von "ich" gemeint ist. Ist irgendwie dumm, dass wir weniger Wörter haben als Entitäten, die damit bezeichnet werden wollen.

Zitat
Aber meine Seele ist an meinem Wohlbefinden interessiert, da ich an meinem Wohlbefinden interessiert bin, und weil ich meine Seele ist, sind wir einer Meinung.

najaaa... die Seele ist nicht so sehr am Wohlbefinden des Körpers interessiert. Die Seele ist an seelischem Wohlbefinden interessiert. Da kann es schon zu Konflikten kommen. Typisch wäre der Gegensatz zwischen langweiliger, öder aber sicherer und gut bezahlter Arbeit (Ego-Wohlbefinden) im Gegensatz zu unsicherer Arbeit, unsicherem Einkommen aber dafür interessanter Tätigkeit (Seele-Wohlbefinden). Lebenskunst ist, diese beiden Aspekte zusammenzubringen und den richtigen Kompromiss zu finden. Nicht alle mögen eine Beamtenkarriere mit Pensionsplan, aber es mögen auch nicht alle Strassenmusiker sein oder in eine Höhle in den Bergen meditieren gehen. Zum Glück gibt es sehr viele Wege zwischen den Extremen.

Zitat
Du glaubst an moralisches Karma über die Wiedergeburten hinweg, ich nicht. punkt aus.

kein Zweifel.

es fuchst mich dennoch etwas, dass meine Erklärungen zur Differenzierung in Ego und Seele nicht wirklich bei dir anzukommen scheinen. aber egal.

grüsse, barbara

51
Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 25, 2012, 20:44:07 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Hier gehts aber nur um Tat/Karma in Bezug aufs jetzige Leben bzw. auf das Weiterleben nach dem Tod in einem ewigen Himmel bzw. in einer ewigen Hölle. Von Wiedergeburt erzählen die Evangelisten nix.

Wiedergeburt kommt kaum in den Evangelien vor - weder dass es sie gibt noch das Gegenteil. Die eindeutigste Stelle ist wohl jene, wo die Leute sich fragen, ob Johannes der Täufer der "wiedergekommene Prophet Elia" sei, was eher pro Wiedergeburt ist.


Zitat von: "Mc Claudia"
Ich habe bloß dargestellt, dass es sich in der hinduistischen und buddhistischen Lehre so verhält, dass das nächste Leben Folge des jetzigen ist. Verhält man sich Scheiße, hat das Konsequenzen im nächsten Leben. Man wird also - flapsig gesagt - als Ameise geboren, weil man Scheiße war, nicht weil man es sich im Zwischenreich ausgesucht hat.

ich frag mich grad, ob das nicht eine eigentlich unzulässige Vereinfachung im hinduistisch/buddhistischen Volksglauben ist, und nicht gute Theologie bzw. Philosophie.



Zitat
Dieses Dein Seelenkonzept überzeugt mich nicht. Demnach wäre ein Raubmörder ein Egoist und ein Mensch, der tötet, einfach weil er Spaß am Töten hat, würde dann nach dem Willen seiner Seele handeln. Das bedingt, dass die Seele auch absolut unethisch sein kann, was aber gut zu Deinem Konzept passt, nachdem sich die Seele ja gegen den Willen des Menschen bescheuerte Leben aussucht. :ugly:

nein, Seele ist immer für das Leben, für die Liebe, für die Freiheit. Das ist ihre Natur.

Es ist lediglich das Ego, das fürchtet: Hilfe, was passiert wohl, wenn ich die Seele nicht mehr zurückdränge...? habe ich eine böse Seele...?

Spass am Töten zu haben - Spass zu haben am Leid anderer Wesen, Sadismus etc - das ist kein Seelending. Das ist ein Egoding. Denn die Seele weiss, dass wir im Ursprung alle aus derselben Quelle kommen und im Ursprung alle eins sind. Was du andern antust, tust du im Grunde dir selbst an... sei es direkt, sei es über Umwege.


Zitat
Ich bezweifle ja nicht, dass ein sinnloses Leben eines ist, das man auch gleich beenden kann, ich bezweifle auch nicht, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Aber die BESCHÄFTIGUNG mit dem Lebenssinn und dem ganzen Rattenschwanz, der da dran hängt, ist doch eher eine Sache, die man mit gefülltem Bauch und gesichertem sozialen Umfeld (in welcher Weise auch immer) besser und ausführlicher machen kann, als wenn man jeden Tag ums Überleben kämpfen muss.

Sicher. mit leerem Bauch ergibt sich der Lebenssinn von selbst, das ist: die nächste Mahlzeit ergattern. ein sehr rudimentärer, aber überzeugender Sinn. Sobald die Grundbedürfnisse gedeckt sind, fangen die Kompliziertheiten der zivilisierten Psyche an. :ugly:


Zitat
Maslow hat sich wohl doch einiges gedacht, als er seine Bedürfnispyramide erstellte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche ... ispyramide

ja. Selbstverwirklichung, das ganz zuoberst, das ist: Seele leben.  Alles andere sind Egogeschichten.

ich lernte mal in einem Existenzgründungsseminar: wenn du ein Geschäft aufbaust, mach es entweder ganz unten in der Skala, bei den Grundbedürfnissen - oder mach es ganz oben, bei der Selbstverwirklichung. Für Grundbedürfnisse MÜSSEN die Leute Geld ausgeben, für Seelenbedürfnisse WOLLEN sie Geld ausgeben, beides ist ein gutes und recht sicheres Geschäft.

Zitat
Und das ist eine moralische Aussage, also ist Deine Karmalehre moralisch.

mag sein, dass ich deinen Begriff von "moralisch" nicht verstehe. "tu das womit du dich im Grund gut fühlst" halte ich eher für pragmatisch, nicht für moralisch.



Zitat
Und mein Ego ist nicht klein sondern riesengroß. Denn ich bin ich bin ich bin ich.

kommt etwas darauf an, mit wem Ego verglichen wird. im Vergleich zur Seele ist noch das grösste Ego reichlich mickrig. und das Innerste von ICH BIN ist Seele - das Ego ist nur die irdische Filiale davon, für die Zeit eines Lebens.

Zitat
Mir gehts nicht darum, dass man aus dem Leben und der Scheiße, die einer widerfährt, was machen kann und Entscheidungen trifft. Mir gehts darum, die Frage zu klären, wer warum den Rucksack gepackt hat. M. E. ist es Zufall bzw. freies Spiel der Kräfte / Gottheiten. Du bist aber der Meinung, dass es die Kontrollinstanz der egolosen Seele ist, die ihrem Ego einen Rucksack aufbürstet. DAS ist der Unterschied zwischen unseren Philosophien/Glauben.

Die Seele schafft die Startbedingungen, und bei denen hat es immer mehrere Rucksäcke, aus denen man wählen kann. Manche Dinge werden von Eltern und Umgebung aufgeladen - aber meist ist es dann das Ego, das sich daran klammert und diese Dinge um keinen Preis wieder weglegen will.


Zitat
Und beim Zufall ist niemand verantwortlich. Da gehts dann nicht um die Frage warum, weil sich die gar nicht stellt, sondern ausschließlich um die Frage: Wie löse ich das Problem am besten?

Schwierig wird dieser Ansatz bei unlösbaren Problemen - also bei jenen, wo man einfach mit dem Thema leben muss und daran wenig bis nichts ändern kann. Besonders bei den existenziellen Themen.


Zitat
Finde ich nicht. Denn ich glaube ja nicht an Karma und an karmische Gesetzmäßigkeiten, also hab ich mich mit gar nix einverstanden erklärt. Und meine Seele auch nicht, weil ich bin ja nach meiner Philsophie selbst meine Seele, und die ist meiner Meinung.

bist du sicher das du die Meinung deiner Seele wirklich kennst? ich-Seele ist nicht dasselbe wie ich-Ego, auch wenn beides Ich ist.


Zitat
Ich dachte, die Seele ist in Deinem Weltbild sowas wie ein Über-ich, das weiß, was gut für einen ist und dementsprechend Entscheidungen trifft, das weiterlebt, wenn der Körper stirbt und das sich im Leben durch Tätigkeiten erklärt, die man um der Tätigkeit willen ausübt? ? ?

ja, aber auch die Seele löst sich irgendwann mal auf, vermischt sich mit andern

grüsse, barbara

52
Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 17, 2012, 11:27:49 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Liebe Barbara,

nur kurz: DEINE Karmavorstellung unterscheidet sich massiv von den hinduistischen und buddhistischen Vorstellungen,

Ich hab den von dir verlinkten Wiki-Artikel über Karma gelesen. Ausser wenigen Details, die mir selbst nicht besonders wichtig sind und/oder wo ich selbst noch nicht genug darüber nachgedacht habe, um eine kompetente Meinung bilden zu können, unterscheidet sich da gar nichts.

Zitat
denn dort sucht sich die Seele gar nix aus, sondern ein mieses Leben wird sehrwohl als schlimme Konsequenz gewertet, die schlechten Taten folgen.

In den Links steht nichts davon, wie es dazu kommt, dass ein Mensch in das Menschenleben eintritt und wer da was entscheidet.

Wie kommst du darauf, dass die Seele sich gar nichts aussucht?

Klar ist: wer sich bereit erklärt, als Mensch zu leben, erklärt sich mit den ganzen Spielregeln bereit. Auch mit jenen, die Karma und dessen Gesetzmässigkeiten beinhalten.


Zitat
Und eine Seele gibts im Buddhismus auch nicht.

nein, aber es gibt analog das Dharma,
http://de.wikipedia.org/wiki/Dharma

Hier bestehen tatsächlich kulturelle Unterschiede, denn in unserer individualisierten Welt muss auch die Lebensaufgabe - das Dharma, der Seelenwunsch - individuell erforscht werden, während in strengen Kastensystemen schon die ganzen Umstände von sozialer Schicht, Geschlecht, Position innerhalb der Familie, Lebensalter, etc das Dharma definieren.

Dass sowohl Seele wie das Empfinden der Ich-Grenzen lediglich temporäre und im Grund illusionäre Erscheinungen sind, da bin ich auf derselben Linie wie der Buddhismus.


Zitat
Die Anthrosophie und die Theosophie sind vergleichsweise moderne Lehren, aus denen die moderne Esoterik großteils schöpft. (Das meine ich nicht wertend - ein Glaube ist so gut oder schlecht wie ein anderer, und eine gute Ethik oder passable Logik eines Glaubens ist nicht vom Alter einer Religion abhängig.)

ja, aber Anthroposophie und Theosophie sind ja auch nicht aus dem Nichts entstanden, sondern stützten sich auf vielfältige Quellen und Traditionen, sowohl östliche wie westliche.

grüsse, barbara

53
Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 17, 2012, 10:56:28 »
Zitat von: "dagaz"
sollte dazu ein gesunder selbsterhaltungstrieb nicht ausreichen?  :gruebel:

genau dieser bringt mich dazu, eine Weltanschauung zu wählen, mit der ich gut leben kann.

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 15, 2012, 23:57:15 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Also jede Tätigkeit, die man nicht unbedingt der Befriedigung der Grundbedürfnisse erledigt ist d.E. eine Seelensache?

Seelensache ist alles, was aus Selbstzweck geschieht, und nicht Mittel zum Zweck ist.

Mittel zum Zweck - Status erwerben, Geld erwerben, Vorräte anlegen, Ruhm und Ehre gewinnen, das sind alles Egodinge. Auch dann, wenn sie nicht direkt mit Grundbedürfnissen zu tun haben und teilweise sogar die Grundbedürfnisse ignorieren.


Zitat
Aber dann bin Ich die Seele, denn ich suche mir aus, mich mit den Kelten zu beschäftigen

ja, du bist die Seele - das ist genau meine Aussage.


Zitat
(und mit vielen anderen Dingen, die nicht gezwungenermaßen zum Überleben notwendig sind - nebenbei bemerkt - ohne Deckung der Grundbedürfnisse, keine Keltenforschung, denn als Tote forscht es sich schwer ....

Sicher. Ein ausgeglichener Mensch hat ein starkes und gut ausgebildetes Ego und kümmert sich auch um die Ego-Aspekte wie das Zahlen von Rechnungen, den Lebensunterhalt, die Pflege der Gesundheit, solche Dinge.


Zitat
Fürs Überleben und für die Grundbedürfnisse erfolgreich zu sorgen ist m.E. sogar der viel wichtigere uns schwierigere Teil der Arbeit!).

Wichtiger? nein, ich glaube nicht. Ein Leben, das kein "wozu" kennt, scheint mir wenig lebenswert zu sein. Die Sache mit dem Überleben und dem Geld ist zwar lästig und oft mühsam, in unserer Kultur aber grundsätzlich gegeben, wenn notwendig vom Amt.

Zitat
Ich kann mich aber nicht erinnern, mir ausgesucht zu haben, dass ich einen Körper will, der nicht stressresistent ist. Hätte ich nämlich die Wahl gehabt, hätte ich mir einen besseren Körper ausgesucht und vielleicht auch eine reichere Familie.

Du kannst ja mal darüber nachdenken, inwiefern dein Leben anders wäre mit einem andern Körper und einer andern Familie. Und dann, ob ein solches Leben wirklich Deines sein könnte...?

Zitat
Und natürlich ist Deine Karmalehre moralisch, insofern, als dass sich das jetzige Ich damit abfinden muss, dass ein unbekannter Ich-Teil aus ominösen Gründen vorgeburtliche bescheuerte Entscheidungen getroffen hat und dass es für das so gepeinigte Ich Aufgabe ist, den Sinn dahinter zu erkennen und zu akzeptieren dass es eigentlich eine eigene Entscheidung war.

Erkenne dich selbst - geh und finde dein wirkliches Ich - ist eine klassische menschliche Aufgabe. Dass klein Ego das nicht immer mag, ist normal - abe darauf muss man ja nicht hören. Man hört ja auch nicht auf jedes Quengeln eines kleinen Kindes.

Das Bedürfnis der Seele ist Erfahrung und Entwicklung, nicht Schlaraffenland. Einem Menschen geht es dann gut, wenn er Wege der Selbstverwirklichung findet. Und meist nicht so gut, wenn er sich passiv durch alle Löcher bespassen lässt.


Zitat
Ich finde das schon eine moralische Aussage. Denn ich kann für mein So-Geboren-Worden-Sein nur mich selbst verantwortlich machen.

ja, du trägst die Verantwortung dafür, was du als Nächstes aus dir machst.

Zitat
Ich kann für die Missstände der Welt weder Machthaber noch Warlords noch Waffenhändler oder sonstige Tyrann/-innen aller Art verantwortlich machen, auch nicht die Evolution, die Gene, die Hormone oder die Biologie. Ich selbst bin schuld/verantwortlich, dass ich genau hier als dieser Körper auf die Welt gekommen bin. Und wenn die Seelenwahl mir absolut nicht behagt, kann ich auch nix dagegen haben, weil ich es ja war, die es sich ausgesucht hat, und wenn ich das bezweifle, hab ich halt noch nicht ausreichend zugehört, jedenfalls, ist es mein Problem. Dieser Glaube ist zynisch.

und was daran ist zynisch an der Eigenverantwortung? Du machst deinen Weg, mit allen Kringeln und Schnörkeln, mit den schönen Aussichten und den anstrengenden Aufstiegen und dem teilweise schweren Rucksack, und du gehst ihn eben so gut du kannst. In jedem Augenblick deines Lebens hast du eine Vielzahl Optionen, die du wählen kannst, und so schreibst du (und niemand anders) in jedem Augenblick dein Leben neu, ausgehend von der gerade aktuellen Situation. Du hast die Verantwortung, aber du hast auch die Möglichkeiten, dein Leben immer neu zu gestalten. Du hast Verantwortung und du hast die Macht, die damit verbunden ist.

Und du brauchst dich nicht um die Missstände der ganzen Welt zu kümmern. Kümmere dich um das, was gerade vor dir liegt, das reicht. Es dürfte in deinen näheren Umfeld durchaus TyrannInnen geben, bei denen du mit deinem Verhalten einen Unterschied bewirken kannst, denen du Grenzen setzen kannst. und wenn du es bei den kleinen Alltagstyranninnen tust, wer weiss, wohin dich das noch bringen wird - die höchsten Bereiche von Politik und Wirtschaft sind immer in Reichweite. Auch für dich, wenn du das wirklich willst.

Ausserdem  - deinen Körper bist du schnell los, wenn du das wirklich und tatsächlich so willst. Du kannst gehen und dir einen neuen holen, wenn du findest, deine aktuelle Situation sei so sehr missraten, dass sie gar nicht zum Aushalten sei. Das ist auch eine mögliche Wahl. Und eine, die du frei bist zu treffen. Es ist an dir - und nur an dir - die Pro und Contras einer solchen Handlung abzuwägen und dich zu entscheiden.

Das halte ich für deutlich weniger zynisch als die "Pech gehabt"-Theorie des blinden Zufalls. Und deutlich weniger zynisch als die "Pech gehabt"-Theorie für jene, die Opfer eines gerade übellaunigen Gottes werden, der ein paar Blitze um sich schmeisst, ohne zu gucken, wen oder was es trifft.

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 15, 2012, 23:33:26 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Und ich finde es auch interessant, dass sich dann eine esoterische eigene Lehre (wie die von Barbara) daraus entwickelt hat.

nein, meine Lehre ist nichts Besonderes und sie hat durchaus traditionelle Vorläufer. zB die Anthroposophen und Theosophen, die sich im Orient inspirierten, aber auch in den europäischen mystischen Lehren (Alchemie, Hermetik, Tarot, Kabbalah etc). Das ist weder besonders neu noch besonders originell. und muss es auch nicht sein.


Zitat
Und an Karma glauben ja auch viele Leute, die sonst einer anderen Religion (v.a. der christlichen) anhängen.

natürlich. "was du säst, wirst du ernten" ist ein Satz der christlichen Tradition, der den Karmagedanken auf diese Weise formuliert.


Zitat
Denn die Ursprungskulturen in Buddhismus und Hinduismus sehen das Wiedergeborenwerden bzw. -sterben in erster Linie als zu überwindendes Leid an. Und auch die Seele (bzw. im Buddhismus die 5 Persönlichkeitsanteile) sucht sich nix aus, sondern wird im nächsten Leben für begangenes Karma zur Verantwortung gezogen und dementsprechend seinen Taten wiedergeboren.

Es gibt gewisse Naturgesetze, die nicht ignoriert werden können, doch der Rahmen ist durchaus gross genug, dass noch viel Platz für eigene Entscheidungen bleibt, was man wann wie erledigen möchte. Absolute Freiheit gibt es vielleicht in der Welt der platonischen Ideale, doch im praktischen Leben - mit und ohne Körper - gibt es lediglich Freiheitsgrade.


Zitat
Auch die Höllen und Himmel (die Welten zwischen den Wiedergeburten) fallen offenbar in der modernen Esoterik-Karma-Version weg.

nein, fallen sie nicht. Wie kommst du darauf?

Wichtiger und relevanter in meiner aktuellen Situation als Mensch auf der Erde scheinen mir allerdings die Himmel und Höllen zu sein, die wir während dieses Lebens erleben. Was dann nach dem Tod ist, werden wir dann schon noch rechtzeitig sehen. Jetzt ist es an der Zeit, sich ums Leben zu kümmern.

grüsse, barbara

56
Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 15, 2012, 23:23:51 »
Zitat von: "Baldur"
Nicht zu unterschätzen ist weiters der Faktor des Zufalls, der eine fixe Tatsache dieses Universums ist, ist es doch genmäss der derzeitigen Erkenntnisse der Quantenphysik alles andere als deterministisch, da wird nur noch mit statistischen Wahrscheinlichkeiten jongliert.

Diese Wahrscheinlichkeiten erlaube ihc mir, als Ausdruck des freien Willens der Elementarteilchen zu interpretieren. Das geht, ohne mit physikalischen Gegebenheiten in Widerspruch zu kommen. Und es ist eine genauso gute (und ich finde, bessere) Interpretation als "Zufall". Gott würfelt nicht. Aber sein Wille geschieht.


Zitat
Nun zu Karmagedanken, den ich im Prinzip höchst unwahrscheinlich empfinde, einfach aus logistischen Gründen.

das sind alles lösbare Probleme. Seele ohne Körper müssen sich halt genauso absprechen und einigen, wie Seelen im Körper, die zufälligerweise beide den gleichen Sitz im Bus ansteuern oder die in Konkurrenz um dieselbe Arbeitsstelle treten. ich mein, solche Themen erledigen wir in Menschenform ständig und ganz problemlos - warum sollten wir das im körperlosen Zustand weniger gut beherrschen?

Zitat
und wer kümmert sich darum, dass es nicht nur gesunde, sondern ausreichend behinderte Körper gibt, die zu beziehen werden.

Diesen Teil scheint die inkarnierte Menschheit mit ihrer Umweltverschmutzung, Kriegen, Gewalt in der Familie und diversen andern Nettigkeiten ganz gut hinzukriegen. Und sonst ist das Universum riesig, da gibt es bestimmt noch mehr als genug andere Welten, für jeden Geschmack und für jede Neigung findet sich da sicher das Passende.

Zitat
und in weiterer Folge auch kein Karma, da sich sowieso jeder, für das was er tut im jeweiligen Leben verantwortet.

nein, das ist nicht so. Es gibt viele Leute, die nicht innerhalb eines einzigen Lebens die Verantwortung für ihre Handlungen vollständig übernehmen. Es gibt viele, die hauen ab, wo sie können. und viele entwickeln erstaunlich viel Kompetenz und Kreativität im Fliehen vor Verantwortung.

Die offensichtliche Ungerechtigkeit und Ungleichheit einzelner Leben ist ja gerade ein Stein des Anstosses für viele.

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 15, 2012, 23:16:05 »
Zitat von: "dagaz"
ich halte das universum eher für die summe einer unüberschaubar großen zahl rein zufälliger ereignisse, die mit gerechtigkeit/richtigkeit/angemessenheit nicht das geringste zu tun haben, eher mit glück und pech...  :gruebel:

Diese Ansicht kommt für mich aus dem einfachen Grund nicht in Frage, weil sie wohl dazu führen würde, dass ich mich innert kurzer Frist von der nächsten hohen Brücke stürzen täte. Willkürherrschaften hab ich noch nie ertragen, auch und besonders nicht die Willkür eines gefühllosen, kalten, gleichgültigen Universums.

Ich brauche eine Weltanschauung, die mir hilft zu leben, und nicht eine, die mich zum Sterben drängt.

grüsse, barbara

58
Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 15, 2012, 07:56:00 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Aber das hat jetzt nix mit Seele und Ego zu tun sondern mit Arbeit zur Befriedigung meiner Grundbedürfnisse einerseits (die mir aber auch oft Spaß macht, und die ich auch oft gern mach) und Hobby / Berufung / Getriebensein andererseits.

Der Unterschied von Ego und Seele IST aber genau der zwischen Grundbedürfnissen einerseits und Berufung/Getriebenheit andererseits.

Zur Erwerbsarbeit treibt dich die schnöde Notwendigkeit des Geldverdienens - klassische Ego-Sache, dient dem Erhalt und der Bequemlichkeit des Körpers.

Zu den Kelten treibt dich etwas, was mit Erwerb, Bequemlichkeit, Sattheit, Schmerzfreiheit etc nicht das Geringste zu tun hat, also die Seele.

Zitat
Wie gesagt - es kann ja sein, dass ich mich aufgrund eines früheren Lebens für die Antike und die Kelten hierlebens begeistere. Aber das ist nix Moralisches sondern hat eher was mit Naturell zu tun.

Genau meine Rede. Genauso wie die Wahl eines Lebens unter schwierigen Umständen - mit Gewalt, Krankheit, Armut, Behinderung, was auch immer - nix Moralisches ist, sondern mit dem Naturell zu tun hat.


Zitat
Ich hab nur was gegen die moralischen Karmaaussagen. Die find ich zynisch, auch dann, wenn Du es noch so nett erklärst.

ich habe auch was gegen moralische Karmaaussagen. Weil sie nicht zutreffen. Weil ich das Universum in seinem Grund für gerecht halte und nicht für zynisch, auch in jenen Fällen, wo ich kleiner Mensch die Gerechtigkeit/Richtigkeit/Angemessenheit nicht erkennen kann.

grüsse, barbara

59
Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 14, 2012, 15:14:18 »
Zitat von: "Mc Claudia"
Kurze Antwort:

Ich behaupte jetzt mal ganz fies, dass mein Ich/Selbst zugleich die Seele ist und dass es da keinen Unterschied gibt.

Kannst du behaupten, sicher.

 Ich bleibe bei meiner Differenzierung von Seele (Wesenskern) und von Ego (menschliche Persönlichkeit, Steuermann in 3D), weil diese Aspekte sowohl von Gefühl wie auch von der Funktion her klar unterschiedlich sind. Wobei man das Ego noch in viele weitere Aspekte unterteilen kann - inneres Kind, innnere Erwachsene, Animus Anima nach Jung, oder Es-Ich-ÜberIch nach Freud, oder was es da immer an Unterteilungen alles so gibt.


Zitat
Ich kann mir zwar vorstellen, dass es im Ich verschiedene Anteile und "Parteien" gibt, je mehr man reflektiert, desto mehr, aber die Seele ist definitiv Ich. Und weil ich der Meinung bin, dass es ein Sch*** Leben wäre, z.B. als schwerbehinderter Mensch auf die Welt zu kommen, weiß ich definitiv, dass ich mir das nicht ausgesucht habe - es sei denn - jo, es sei denn, die Alternative wäre noch besch**** gewesen.  

Menschen tun Dinge in der Regel nicht, weil sie einfach sind. Sondern weil sie sinnvoll sind. Wobei es reicht, wenn ich selbst für mich weiss, was für mich sinnvoll ist. Was für andere sinnvoll ist, brauch ich weder zu wissen noch zu verstehen. Es kann durchaus eine Seele argumentieren, dass sie ein Leben mit schwerer Behinderung wünscht, weil sie die Erfahrung machen will, wie es ist, rundherum gepflegt und umsorgt zu werden - zum Beispiel. Was für einen gesunden Menschen so gut wie unmöglich ist, da von Gesunden erwartet wird, dass sie ihr Leben selbst und eigenständig führen.

Zitat
Zum Single Malt Whisky: Mein Whisky hat mir noch nie fieses Karma beschert.  :goofy: Je besser der Whisky, desto wohliger das Gefühl,

Dann trinkst du offenbar guten Whisky. Ich hab's leider schon erlebt, dass schlechter Whisky mir jede Menge übles Karma in Form von Kopfschmerzen und "nie nie wieder!" am nächsten Tag bescherte.

Zitat
All das, was Du beschreibst, befindet sich jenseits meiner Erfahrung und meines Glaubens.

ich zweifle.

fühlt sich dein Antrieb, die Kelten zu studieren und ihre Rituale nachzubauen, wirklich gleich an wie der Antrieb, am Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, um Ende Monat die Miete zahlen zu können?



Zitat
Und es wird sich auch nicht ändern, wenn ich anfange zuzuhören, denn das was ich dann "höre", bin entweder ich selbst oder die Stimmen meiner Gottheiten (im besten Fall). Eine über mir stehende Seele hat noch nie zu mir gesprochen, und wenn sie es täte würde ich sie anders bewerten, z.B. als Gottheiten oder Dämonen oder als ich selbst.

Du BIST die Seele. Ja, du hörst dich selbst. ich sage ja gar nichts anderes. du hörst immer dich selbst.

Da mit "drüber" oder "drunter" hängt mit der Frage zusammen, wie du dich selbst definierst. da gibt es javiele verschiedene Möglichkeiten.

grüsse, barbara

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Glaubensgebäude / Re: Karma
« am: Mai 11, 2012, 21:39:47 »
Hallo McClaudia

ah da kommen wir der Sache schon näher.

@ Vergessen: Vergessen ist ja der normale Modus des Mensch-Seins. Ich hätte zB grösste Mühe, mich daran zu erinnern, was ich vor zwei Wochen zu Mittag gegessen habe. Aber ich kann's teilweise rekonsturieren, teils raten, teils die Erinnerung wieder holen, wenn ich wollte. Dito für die Seele: der Kontakt kann hergestellt werden, wenn du das willst und dich darum bemühst und wenn du gut zuhörst. Dann wird auch die Erinnerung an das, was du bist, nach und nach grösser. Aber tun muss man das schon selbst, und unsere Kultur ist leider sehr wenig darauf ausgerichtet, mit der Seele in Kontakt zu treten. Wir lernen jahrelang Fähigkeiten des Egos wie ABC und einmaleins, aber wir lernen nur sehr wenig über die Seele und wir machen kaum Erfahrungen in einem offiziellen Rahmen wie der Schule.

@Wirt und Gast:  wenn wir einen "Wirtsorganismus" benennen wollen, so ist die Seele der Wirt. Sie ist grundlegender, wichtiger, wesentlicher als die kurzzeitige Erscheinung "menschliche Persönlichkeit". Es gibt Seelen, die sich gerade nicht in einem Körper aufhalten, aber es gibt keine Körper, die ohne Seele aufgebaut und erhalten werden können. Dort, wo Seele sich zurückzieht und nur noch minimal Kontakt hält, gibt es Leute mit leeren Augen... morgens in den ÖV gut zu beobachten. Oder auch bei Leuten, die starke Traumata erfahren haben.

Zitat
Wenn es einem gut geht und man lebenszufrieden ist, kann man diese Frage ja leicht beantworten. Als KZ-Insasse wirds aber schwer.

Wenn es gut geht, spielt es keine Rolle. Es geht ja gut.

Wer in schwierige Situationen gestellt wird, wird viel eher vor existenzielle Fragen gestellt, da lässt sich auch die Seele und das Ego leichter voneinander unterscheiden. Einem Gefangenen kann man alles wegnehmen, aber es gibt immer welche, die in den widrigsten Umständen ihre Menschlichkeit und Würde - also ihre Seele - bewahren. Trotz allem.

Zitat
Wenn aber nun die Seele mit mir als Ich nicht kommuniziert und mir nicht verklickert, warum sie sich ausgerechnet dieses Leben ausgesucht hat, was hat das Aussuchen dann für einen Sinn?

Sie erzählt es dir. Aber du musst schon auf sie hören wollen.

Und das "warum" ist nicht immer notwendig zu wissen. Du bist fasziniert von den Kelten - das ist ein Seelenthema - brauchst du zu wissen, warum es so ist? ich glaube nicht. Es ist einfach so, und das Durchwühlen von trockener Fachliteratur (eine Qual wäre das für mich) nach winzigen Details keltischen Lebens gibt dir etwas, was für dich sehr befriedigend ist (und mir wohl bestenfalls ein Gähnen entlockte, wenn's nicht grad eine populäre Zusammenfassung ist). Das ist Seele in Aktion. Was will man mehr?

Zitat
Wer genau macht jetzt eigentlich die Erfahrung? Ich oder die Seele oder wir beide?

Die Erfahrung machst du, als Ganzes. Inklusive Seele, Ego und allem, was dazu gehört. Welche dieser Aspekte und Schichten es bis in dein bewusstes Bewusstsein schaffen, ist von Mensch zu Mensch ganz verschieden. Veranlagung und Erziehung spielt eine Rolle, bei Erwachsenen spielt auch die bewusste Wahl und bewusst Selbst-Entwicklung eine Rolle, was alles du mit "ich" meinst.


Zitat
Mir ist das Karmakonto der Seele nämlich eher wurscht. Ich wüsste nicht, was ich (also mein Bewusstsein hier, das einzige, das ich konkret habe) davon hätte?

Das Leben wird schöner, kraftvoller, flüssiger, flutschiger (nicht notwendigerweise problemloser), sobald Seele die Führung übernimmt. Das ist wie der Unterschied zwischen billigem gemischtem Whisky und einem guten, lang gereiften Single Malt.

grüsse, barbara

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