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Umfrage

Welche Erkenntnistheorie bevorzuge ich?

Rationalismus (René Descartes)
2 (8%)
Empirismus (Hume, Hobbes, Locke)
1 (4%)
Idealismus (Platon, Hegel), subjektiver Idealismus (Schopenhauer), Solipsismus (nur das eigene Bewusstsein existiert)
1 (4%)
Kritizismus (Immanuel Kant)
3 (12%)
Materialismus (Epikur, Marx), Realismus (Phänomene existieren unabhängig vom menschlichen Bewusstsein)
3 (12%)
Pragmatismus (Rorty), Theorienpluralismus, Methodenanarchismus (Feyerabend)
1 (4%)
Radikaler Konstruktivismus (Ernst von Glasersfeld), Erlanger methodischer Konstruktivismus (Kamlah, Lorenzen)
3 (12%)
Positivismus (Ockham, Wiener Kreis), logischer Empirismus (Wittgenstein, Frege)
4 (16%)
Strukturalismus (Lévi-Strauss), Poststrukturalismus (Foucault), Systemtheorie (Bertalanffy)
2 (8%)
Evolutionäre Erkenntnistheorie (Konrad Lorenz), Kritischer Rationalismus (Popper)
5 (20%)

Stimmen insgesamt: 11

Umfrage geschlossen: März 09, 2011, 13:52:16

Autor Thema: Erkenntnistheorie  (Gelesen 12126 mal)

morgane

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Re: Erkenntnistheorie
« Antwort #15 am: Januar 18, 2011, 21:27:18 »
Soweit mir bekannt, befasst sich Kekulé äußerst intensiv und auf wissenschaftlicher basis mit mit der der benzol - struktur. Dabei half ihm dann dieser traum von der schlange, die sich in den schwanz beißt, weiter.

Ich dagegen träume häufig von schlangen, die aber sicherlich nichts mit chemischen formeln zu tun haben, da ich kein chemiker bin. Das vorwissen dürfte also für derartige intuitive erkenntnisse wichtig sein. Es gibt aber sicher auch intuitive erkenntnisse, die nicht so abhängig von einem speziellen vorwissen sind, die mehr in richtung archetypen gehen.

lg morgane
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »
Die natur der natur ist allemal übernatürlich (Seth)

barbara

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Re: Erkenntnistheorie
« Antwort #16 am: Januar 18, 2011, 22:47:25 »
Zitat von: "Merlin"
Bräuchte ja mehrere leben um alle zu lesen, geschweige denn zu verstehen. Aber mich spricht http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Gebser seeehr an. Der leider anscheinend recht unbekannte philosoph, noch dazu deutscher herkunft, hat mich mit seinen büchern "Ursprung und Wirklichkeit" fasziniert.

Zitat aus Wikipedia: Gebser hatte diesen Grundgedanken einerseits in einerplötzlichen Eingebung empfangen, andererseits jedoch in jahrelanger Arbeit als Grundanliegen der schöpferischen Bemühungen unserer Zeit entdecken können.

Gemeint sind die theorie des „aperspektivischen“ Zeitalters und des integralen bewusstseins. Übrigens auch prof. jörg purner mit seinem 2010 erschienen buch "Im Zeichen der Einheit" schlägt in die selbe Kerbe :)

oh ja, von dem hab ic hschon einiges gehört - zuerst mal im pädagogischen Seminar, später dann bei Wilber, der hätte bei mir ein grosses Kreuz bekommen, hätte er auf der Liste gestanden.

Weil aber nicht, hab ich Platon genommen wegen dem Höhlengleichnis, den radikalen Konstruktivismus, und als Letztes noch Foucault, weil ich den sympathisch finde.

Dass grundlegende Fortschritte bzw Erweiterungen aktueller Kenntnisse immer ausserhalb der etablierten Methoden entstehen müssen, scheint mir in der Natur der Sache zu liegen - immer dann, wenn es sich nicht darum handelt, neue Denk-Inhalte zu erfassen, sondern dann, wenn sich die Struktur des Denkens selbst ändert.

grüsse, barbara
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »

fox

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Re: Erkenntnistheorie
« Antwort #17 am: Februar 02, 2012, 21:31:11 »
Interessant, dass Größen wie Nagarjuna, Vivekananda oder europäische äquivalente Charaktere nicht aufscheinen, die sehr tief und klar und weitblickend geforscht haben.

Auch bei neuzeitlicheren Richtungen empfiehlt sich der Gang in ein Buchgeschäft oder eine Bibliothek zusätzlich zum schnellen Tastendruck in Richtung des allgegenwärtigen geistigen Fastfoods Wikipedia.

LG

Fox
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »

fox

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Re: Erkenntnistheorie
« Antwort #18 am: Februar 19, 2012, 15:19:14 »
Mc Claudia hat gefragt, ob es möglich wäre, die genannten Vermitler von Weisheit und Entwicklung vorzustellen, weil sie gerade intensiv mit anderen erkenntnistheoretischen Positionen beschäftigt sei, nichts anderes in größerem Ausmaß zu lesen imstande sei und auch keine Lust dazu habe. Aber im Grunde genommen geht es ja um die eigene Anstrengung etwas zu entdecken, angeregt durch einen geistigen spirituellen Menschen und da genügt oft ein kurzer Ausspruch, ein Absatz, eine Seite, die einen über lange Zeit innerlich und in eigenen Lebenssituationen beschäftigen und begleiten kann.
Die äußerliche Schriftgelehrtheit liefern ja die Alltagswelt und die offiziellen institutionen - warum soll man das in eine spirituelle Bewegung partout hineinpacken? - noch dazu, wenn viele dieser profanen Geistesgrößen inhaltlich manchmal ambivalent sind oder mit allen Vieren auf der Erde stehen oder falls sie zu gedanklichen Höhenflügen aufgebrochen sind, mit den anderen Teilen ihrer Person dem gar nicht gefolgt sind?!


LG

Fox
« Letzte Änderung: Januar 01, 1970, 01:00:00 von Guest »